Crossmedia Marketing

Criss Crossmedia will Marketing ya Jump Jump

Criss Crossmedia will Marketing ya Jump Jump

Crossmedial unterwegs sein zu wollen, impliziert unternehmerischen Weitblick und Zielgruppen-Affinität. Denn Crossmedia Marketing vermittelt zu jeder Zeit eine durchgängige Leitidee für eine einheitliche und integrierte Kommunikation. Sowohl Kanal- als auch Gattungsübergreifend. Keine leichte Aufgabe – packen wir es an!

Wer meine Blogposts regelmäßig liest und ebenfalls glaubt, dass mit Musik alles besser geht – der wird kaum überrascht sein, dass ich zu Beginn mit einem entsprechenden Video-Klassiker aufwarte. Alle anderen mögen sich inspirieren lassen, mit dem Kopf schütteln und nie wieder geward sehen oder einfach den folgenden Ausführungen lauschen. Es wird noch viel seriösen Content, frische Impulse und großen Quatsch geben. So wie man mich kennt: entsprechend ganzheitlich, stets die Zielgruppe im Blick…

Fast alles erstunken und erlogen, habe ich bis heute doch noch nicht einmal eine Zielgruppe definiert! Allerdings meine ich aufgrund meiner ausübenden Tätigkeiten etwas zu den Möglichkeiten einer crossmedialen Präsenz vertellen zu können. Sicherlich werden die bevorstehenden Aufgaben nicht minder dazu beitragen. Nähern wir uns dem Thema Crossmedia Marketing doch zunächst durch bunte Bilder (sprich: eine Infografik) an:

Crossmedia Marketing Kanäle

Bei der Recherche zu diesem Beitrag konnte ich keine umfassende Abbildung entdecken, die meinen Vorstellungen einer holistischen Denkweise gerecht werden konnte. Womöglich liegt das daran, dass per Definition mindestens nur drei Kanäle bespielt werden müssten – dann spricht der Volksmund Fachmund bereits von Crossmedia Marketing. Per Definition? Per Definition:

Crossmedia Marketing bezeichnet die parallele Nutzung verschiedener, aber mindestens drei auf die Zielgruppe abgestimmter samt synergetisch wirkender Kommunikationskanäle, um ein Produkt oder eine Dienstleistung innerhalb der Mediaplanung Werbetreibender zu vermarkten.
Quelle: Wikipedia / Gabler Wirtschaftslexikon

Gefällt mir nicht!

Du gefällst ihm nicht. Und mir gefällst Du auch nicht. Star Wars

Aus diversen Gründen:

  1. Parallel bedeutet hier in der Regel zeitgleich und in ähnlicher Weise. Mein Ansatz beruht jedoch darauf, von einem Redaktionsplan zu sprechen. Demnach sind Begrifflichkeiten wie Kontinuität, Intervall und Penetration entscheidend. Zumal die Ansprache gewiss in „ähnlicher Weise“, aber stets individuell und am Schopf packend erfolgen sollte. Klingt dazu noch beeindruckender, ein Hauch von Strategie sozusagen.
  2. Mindestens drei ist manchmal gar nicht zu stemmen oder sinnvoll. Ein Start-up wird bestimmt andere Ziele verfolgen (können) als die „wertvollste Marke“ der Welt! Der Gestaltungsspielraum ist ein völlig anderer. Schwierig wird es darüber hinaus, wenn vermeintlich ungleiche Interessensgemeinschaften wie beispielsweise Marketing, Vertrieb und Public Relations auf eine konträre Marschrichtung drängen und pochen.
  3. Kommunikationskanäle schön und gut. Mir fehlen andererseits der Blickwinkel respektive die Aufschlüsselung selbiger. Ist doch nicht alleine der Kanal und der durchaus abweichende Appell („Du oder Sie Idiot“), sondern ferner die Gattung einflussnehmend. Sowohl innerhalb der Stromregulierung als auch der Mediagenera müssen unter anderem Trends Berücksichtigung finden. Ein Viral-Hit via Social Media (Facebook, Google+, Pinterest etc. – um nur einige Channel zu benennen) wird kaum – in jeglicher Hinsicht – in den reichweiten-abnehmenden Printmedien zum Erfolg (um nur eine Kategorie zu benennen) führen. Da hilft auch kein crazy QR-Code.
  4. Klar geht es immer um Produkte und Dienstleistungen oder um das operative Geschäft. Doch in erster (Leit)Linie muss ein Mehrwert geschaffen werden. Dafür bedarf es keiner besonderen Neudeutsch-Kenntnisse – geiler Content bleibt trotzdem King oder Queen oder King of Queens. Jenseits der Diskussion, ob dieser transparent und nachweislich oder explizit ausgewiesen wird. Viele Grüße an Christian Müller, Sascha Pallenberg, Mirko Lange und Matthias Schrader (googeln sei an dieser Stelle erlaubt) 😉
  5. Die Planung, insbesondere die Mediaplanung betrifft eben nicht nur die Werbekunst, sondern sämtliche übergreifende Disziplinen der Kommunikation. Demnach sind ebenso berufende Kommunikatoren der Public-, Human- und Blogger (wahlweise Influencer) Relations zur Aneignung oder Umsetzung aufgefordert. Keine Ausflüchte erlaubt oder geduldet.

Somit definiere ich Crossmedia Marketing folgendermaßen:

Crossmedia Marketing bezeichnet die kontinuierliche Penetration von zwei oder mehr auf die Zielgruppe abgestimmter, samt synergetisch wirkender sowie unter etlichen Abteilungen abgestimmter Kommunikationskanäle und Mediengattungen, um unter Bezugnahme einer klar abgegrenzten Leitlinie, den mehrwertschaffenden Inhalt, innerhalb einer langfristigen Media- und Redaktionsplanung der zu berücksichtigenden Kommunikatoren, Interessen und Einflüsse, hierüber zu verbreiten.
O-Ton: Stefan Schütz | Stivologne | PR-Stunt | Blog

Die Abstimmung innerhalb der Abteilungen soll den internen sowie die Berücksichtigung der Interessen und Einflüsse den externen Kommunikationsprozess illustrieren. Alle anderen Bausteine dieses Monstersatzes habe ich in Anlehnung an die übliche Definition mit den genannten fünf Kritikpunkten oben erläutert.

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Kurz zurück zur Infografik. Dem aufmerksamen Beobachter werden putative Doppelungen aufgefallen sein. Im Kleingedruckten habe ich bereits versucht für Aufklärung zu sorgen. So finde ich zum Beispiel den weitläufig angewandten Ausdruck TV alleinstehend nicht mehr zeitgemäß. Daher habe ich mich zusätzlich für den Begriff Video als Synonym für Bewegtbild entschieden und entsprechend ausgewiesen. Andere Wiederholungen sind mit Überschneidungen (und nicht bündigen Gleichsetzungen) begründet. Exemplarisch seien die Module online, social, website und internet angeführt. Eine allgemeine Anhängigkeit respektive Beziehung untereinander soll der untere Teil der Abbildung verdeutlichen. Klassisch werden Kampagnen den Owned, Paid und Earned Media zugeordnet.

Das Fazit überlasse ich Claudia Hilker, die im Rahmen der hier beackerten „Blogparade Crossmedia Marketing“ sinngemäß formuliert: Der Stellenwert von Crossmedia Marketing wächst stetig. Neben den artverwandten Begriffen „Content Marketing“ und „integrierte Kommunikation“ zählt diese Marketing-Form zu den Top-Trends moderner Marketing-Konzepte.

Auch wenn mir vielleicht die Zielgruppe und ein hübsches Logo abgehen, besitze ich immerhin eine Philosophie – ich habe einfach Bock drauf 😉


Autor: Stefan Schütz /
Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

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