Geiler Content – aber wie geht das?

Erst hat man keinen Content, und dann kommt auch noch Pech dazu

Erst hat man keinen Content, und dann kommt auch noch Pech dazu

„Geiler Content – aber wie geht das?“

Alle reden darüber, alle wollen ihn, alle nutzen den längst: Content! Jetzt wird er auf die nächste Stufe gehoben, ist Gesellschaftsfähig und innerhalb der Kommunikation zu einem unerlässlichen Allheilmittel geworden – für die Zielgruppe, für die Strategie, für die Positionierung und für das eigene Ego…

Die ultimative Lobhudelei

Es gibt in Agenturen oder Unternehmen respektive unter Bloggern nur wenige Naturtalente, bei denen sämtliche Beiträge sofort das Publikum fesseln oder völlig neue Dimensionen aufzeigen. Um ehrlich zu sein kenne ich keinen Influencer, der das von sich rückblickend behaupten könnte. Klar gibt es die Meinungsmacher, Entscheidungsträger und eben Einflussnehmer. Ich schaue gelegentlich und sinnbildlich zu ihnen hoch, erfreue mich an ihren Texten und lerne täglich dazu. Selbstverständlich haben sie für ihren Ruf hart gearbeitet und natürlich ging das größtenteils über die Fähigkeit geilen Content zu generieren. Kreativ und innovativ sind sie allemal. Eloquenz und Weitblick darf man ihnen gewiss ebenfalls zuschreiben.

Sie sind zu Recht das, was die Community aus ihnen gemacht hat – das ist jedenfalls meiner Meinung nach der ausschlaggebende Punkt: Geiler Content wird erst zu diesem gemacht. Ein genial recherchierter Beitrag zu einer noch nie dagewesenen Thematik mit einer Fülle an kritischen und diskussionswürdigen Thesen wird erst die wohlverdiente Beachtung finden, wenn darüber tatsächlich auch gesprochen wird. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: In erster Linie und ohne Zweifel ist der Input (sprich: der Stein des Anstoßes) dem jeweiligen Autor anzurechnen!

in the right place at the right time

Dennoch wird umgekehrt eine noch so blöde Schnapsidee, obwohl gespickt mit Rechtschreib- und Formfehlern, bei ausreichender Reputation und ansprechender Verpackung vermutlich stets ein Erfolg. Letztendlich muss richtig geiler Content den Zeitgeist und Geschmack treffen – ein gehöriges Quäntchen Mut gepaart mit einem Quantum Glück seien vorausgesetzt.

Bei den zu kreierenden Geschichten hinter den Nachrichten spielt darüber hinaus ein bestimmter Facettenreichtum eine bedeutende Rolle. Oder wie es Mirko Lange in seinem Aufruf zur Blogparade „Geiler Content – aber wie geht das?“ ausdrückt: manche Variation im Rahmen der Gesamtkomposition aller Beiträge. Im Übrigen ist es durchaus legitim, geilen Content einzukaufen. Die Eingangs ausgeführte subjektive Meinungsäußerung zu den wenig vorhandenen „Perfect Content Generators“ bekräftigt mich jedenfalls in meiner Aussage…

Infografik Content-Faktoren


Autor: Stefan Schütz / 
Foto: Markus Walti / pixelio.de

Comments
  1. Hallo Stefan, ich stimme dir zu! Wer „geilen Content“ veröffentlicht, hat nicht automatisch die entsprechende Reichweite. Das bedeutet, dass erst die Reichweite und daraufhin die weitere Verbreitung Content letztens „geil“ machen. Ich freue mich auf weitere ähnliche Artikel von dir, bist jetzt auch in meinem Feedly 🙂 Viele Grüße, Katharina

    • Hallo Katharina,

      vielen Dank für dein äußerst positives Feedback – hoffentlich lässt diese Art der Freude über Resonanz bei mir niemals nach 😉 Schön, dass ich nun Teil deines „Feedly“ sein darf!

      LG
      Stefan

  2. Hi Stefan,
    schöner Beitrag! Ich sehe es wie du und Katharina. Guter Content kann noch so „geil“ sein. Ohne Aufmerksamkeit und in die Welt hinaustragen durch andere wird es leider nur ein One-Night-Stand. Aber auch hier sehe ich den Blogger in der Verantwortung sich in den Communities mit den richtigen Leuten zu vernetzen und sich bekannt zu machen. Ich bin mir sicher das es einfacher ist die Reichweite zu erhöhen, die Kunst ist es das die eigenen Inhalte weiter getragen werden. Stichwort: Der Blogger als Marke : ) Deinen Blog habe ich mir auf jeden Fall gemerkt. Viele Grüße Daniela

    • Hallo Daniela,

      den „Blogger als Marke“ lassen wir uns hiermit schützen… mal gucken, wann wir diesen zu nutzen wissen 😉

      Viele Grüße
      Stefan

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