Warum ein Blog-Redaktionsplan unabdingbar ist und was erfolgreiche Blogger auszeichnet (darkmoon1968 / pixabay)

Blog-Redaktionsplan: Vorteile und Voraussetzungen für Blogger

Vorteile von einem Blog-Redaktionsplan

Warum ein Blog einen Redaktionsplan benötigt und welche Charakterzüge erfolgreiche Blogger aufweisen

Du hast deine Ziele formuliert, Zielgruppe definiert, Content-Strategie festgelegt und Social-Media-Kanäle ausgewählt. Bist voller Tatendrang und strotzt vor Ideen. Die Themen gehen dir nicht aus, Schreibblockaden kennst du nur von Hörensagen und die Zeit ist für dich ein flacher Kreis (sic!). Und dennoch sind die Gedanken nicht geordnet? Du benötigst einen Blog-Redaktionsplan. Warum das so ist, welche Charakter-Eigenschaften erfolgreiche Blogger aufweisen und was das miteinander zu tun hat. Darüber geht es im hiesigen letzten Teil der dreiteiligen Blogost-Serie zum Thema Redaktionsplan.

Aus drei mach eins: Beispiele, Tools und Vorteile von einem Blog-Redaktionsplan

Im ersten Teil der Themen-Reihe haben wir uns mit dem Aufbau, Inhalt und Design eines Blog-Redaktionsplans beschäftigt. Insgesamt 14 kostenlose Redaktionsplan-Vorlagen sowie unzählige Tipps und Tricks zur individuellen Prozessgestaltung habe ich für euch in dem Beitrag zusammengetragen.

Weiter ging es mit smarten Tools zur Erstellung von Redaktionsplänen für die individuelle Unterstützung der Content-Strategie eures Blogs. Bei beiden Texten habt ihr mir mit eurem Feedback unheimlich geholfen. Die Resonanz ist beeindruckend.

Ein Redaktionsplan betrachte ich als Herzstück der gesamten Aktivitäten im Blog. Er bietet mir einen Überblick über Abgabe- und Veröffentlichungstermine, hilft bei der Themenwahl und Ausgewogenheit der Inhalte. Sorgt für eine gleichmäßige und individuelle Bespielung der einzelnen Kanäle und regelt die Verantwortlichkeiten. (Stefan Schütz, PR Stunt)

Jetzt geht es zum Abschluss um grundlegende Eigenschaften, die erfolgreiche Blogger aufweisen. Um die Sensibilisierung für einen professionellen Umgang mit dem eigenen Blog. Um eine Herzenssache, eine Philosophie und das Alltagshandwerkzeug von Bloggern. Welche Vorteile bietet ein Blog-Redaktionsplan? Wie wappnen wir uns als Blogger für die Zukunft?

Lesetipp: Blog2Social schreibt „So gestaltest Du den perfekten Social-Media-Redaktionsplan“ . In den Artikel erfahren interessierte Blogger alles über bewährte Strategien, Tricks und Tools zur Organisation der Social-Media-Planung. Praktische Tipps, persönliche Erfahrungen und zig Abbildungen geben Einblicke in die Vorlieben der Community.

Immer Blogger bleiben, sag‘ ich: Schreibst du schon oder planst du noch?

Ob Online-Magazin, Corporate Blog oder eigene Themen als Einzelkämpfer. Redaktionspläne sind für jeden Blogger unverzichtbar. Selbst wer glücklicherweise keine Probleme mit der Themenfindung hat, benötigt einen ganzheitlichen Plan. Der Blog-Redaktionsplan gießt die Content-Strategie in eine Struktur.

Lesetipp: Es gibt mindestens fünf „Gründe für einen Redaktionsplan und gutes Content-Marketing“ . Wer wirklich seine Content-Strategie verfolgt, kennt die Vorzüge eines Redaktionsplans. Richtig planen, gut bloggen.

Ungeachtet dessen gibt es vier grundlegende Eigenschaften, die erfolgreiche Blogger aufweisen. Diese stelle ich im Kontext zu den Redaktionsplan-Kritikern im Folgenden vor und zur Diskussion.

Warum ein Blog-Redaktionsplan unabdingbar ist und was erfolgreiche Blogger auszeichnet (Stefan Schütz / PR Stunt)

Disziplin

Ein disziplinierter Geist führt zu positivem Handeln.
(Dalai Lama Tenzin Gyatso, Buddhistischer Mönch)

Trotz eisernem Willen, ist der Geist plötzlich schwach. Ein Blog-Redaktionsplan macht zusätzlich Arbeit, setzt unter Druck. Gerade jetzt gilt es einen Abgabetermin oder ist eine sonstige Verpflichtung gegenüber Dritten einzuhalten.

Doch der Redaktionsplan hilft, Ideen zu archivieren und Schreibblockaden zu überwinden. Er dient als Fahrplan zur Themenfindung und Texterstellung. Besondere Situationen, erfordern bekanntermaßen besondere Maßnahmen. Teile dieses Maßnahmenkatalogs zur disziplinierten Vorgehensweise sind eine Art Guidelines. Durch deren Erstellung und hier vor allem Einhaltung, sparen wir viel Zeit für die Recherchen und den Ressourceneinsatz. Zumal ein dynamischer Redaktionsplan sich in der Regel automatisch synchronisiert.

Ich denke bei den Richtlinien beispielsweise an feste Tage und Uhrzeiten für die Veröffentlichungen. Außerdem an eine Form der bewussten Selbstregulierung. Wann nehme ich mich zurück? Inwieweit ist der Zeitplan variabel? Ist der Inhalt für die Persona oder mich relevant? Ferner ist Disziplin ein Ausdruck von Persönlichkeit, Stil und Authentizität. Zu den Guidelines gehört ebenso das Wording.

Lesetipp:

Wagemut

Ein Redaktionsplan soll die Arbeit nicht einschränken. Es ist wichtig, den eigenen Stil und die eigene Arbeitsweise darin abzubilden. Nichts ist in Stein gemeißelt. So bewahrt ein Blogger seine Flexibilität und später Authentizität. Bei den Inhalten gerne über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Kreativität, Mut und Geistesblitz – drei Schlagworte als Inbegriff für beherztes Auftreten. Mit diesen Tugenden löschen wir ferner den Wissensdurst nach Aktualität. Durch saisonale Themen, eine Blogpost-Replik oder aktuelle Geschehnisse, kritische Rezensionen und Teilnahmen an vielbeachteten Blogparaden erlangen wir große Anerkennung vom Leser.

Wagemut

Dessen ungeachtet soll ein Redaktionsplan die Arbeit hingegen nicht einschränken. Deshalb ist wichtig, den eigenen Stil und die eigene Arbeitsweise darin abzubilden. Schließlich ist nichts in Stein gemeißelt. Infolgedessen bewahrt ein Blogger seine Flexibilität und später auch Authentizität. Bei den Inhalten darf gerne über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut werden. Kreativität, Mut und Geistesblitz – drei Schlagworte von mir als Motivationskünstler für beherztes Auftreten. Unter dem Strich ist das Blog doch eine Herzensangelegenheit. Ferner wird mit diesen Tugenden der Wissensdurst nach Aktualität gelöscht. Saisonale Themen, ein Blogpost-Replik oder aktuelle Geschehnisse werden wie kritische Rezensionen und Teilnahmen an vielbeachteten Blogparaden vom Leser mit großer Anerkennung belohnt. Die Ersten werden die Ersten sein.

Kontinuität

Oberstes Credo ist das regelmäßige Bestücken des Blogs. Gibt es doch nichts abtörnenderes als ungepflegte Websites, uralte Beiträge, lieblose Inhalte und verwaiste Communities. Gedanklich fliegt gerade ein Tumbleweed durch das Bild. Wir schweifen ab. Jedenfalls helfen Kontinuität und ein roter Faden bei der Leser-Bindung. Dahinter steckt ein Stück weit ein Strategiegedanke. Vorausgesetzt dieser ist vorhanden und im Redaktionsplan verankert. Alles in allem wird somit die strategische Vorgehensweise optimiert.

Kontinuität

Oberstes Credo sollte das regelmäßige Bestücken des Blogs sein. Gibt es doch kaum etwas abtörnenderes als ungepflegte Websites, uralte Beiträge, lieblose Inhalte und verwaiste Communities. Gedanklich fliegt gerade ein Tumbleweed durch das Bild – diese sogenannten Steppenhexen oder gängiger „Heuballen aus Western“ betitelten Dinger. Jedenfalls helfen Kontinuität und ein roter Faden bei der Leser-Bindung. Demzufolge steckt ein Stück weit ein Strategiegedanke dahinter. Sofern dieser überhaupt vorhanden und dann natürlich im Redaktionsplan verankert ist. Alles in allem wird somit die strategische Vorgehensweise optimiert.

Planung

Die Nutzung eines Blog-Redaktionsplans setzt drei Dinge voraus: die Ziele sind formuliert, eine Strategie liegt vor und mehrere Social Media-Kanäle sind zu bespaßen. Mit anderen Worten: die Planungen sind längst abgeschlossen! Der Redaktionsplan ist nichts anderes als ein mögliches Steuerungselement für Timing, Dokumentation und Erfolgsmessung. Was wiederum eine Identifizierung mit dem Blog voraussetzt.

Planung

Die Nutzung eines Blog-Redaktionsplans macht nur dann wirklich Sinn, wenn die Ziele formuliert sind, eine Strategie vorliegt und mehrere Social Media-Kanäle bespaßt werden müssen. Mit anderen Worten: die Planungen sind längst abgeschlossen! Der Redaktionsplan ist nichts anderes als ein mögliches Steuerungselement für Timing, Dokumentation und Erfolgsmessung. Setzt eine Identifizierung mit dem Blog voraus. (Ein)Planbar.

Etwaige Vorteile eines Redaktionsplans

Bei allen etwaigen Vorzügen – mit einem Redaktionsplan stehen wir hinsichtlich unserer Content-Strategie am Anfang! Ist noch kein einziger Blogpost geschrieben (Content Creation). Wurde noch nichts veröffentlicht (Content Publishing), distribuiert (Content Distribution) oder promotet (Content Promotion). Und naturgemäß keine Analyse vorgenommen (Content Analysis).

Darüber hinaus tragen ein verbessertes Zeitmanagement, teils aufwendigere Recherchen und gesammelte Erfahrungen zu einzigartigen Beiträgen und somit zu verstärkter Aufmerksamkeit sowie letztendlich einer höheren Qualität bei.

Ab und zu kann es sinnvoll sein, ältere Beiträge nochmals in zuvor vielleicht nicht genutzten Plattformen zu posten. Als Reminder, aus gegebenen Anlass oder nach einer Modifikationen. Der Blog-Redaktionsplan gibt schließlich Auskunft darüber, wann und wo der entsprechende Artikel bereits gepostet worden ist. In den später vorgestellten Mustervorlagen fehlt mir in den meisten Fällen eine Möglichkeit, um stark veränderte respektive neu gestaltete Beiträge adäquat darin abzubilden. Das Zweitverwertungsrecht eigener Blogposts würde ich mit aufnehmen und empfehlen wollen.

Warum ein Blog einen Redaktionsplan benötigt

Fazit unter uns Bloggern: Der Blog-Redaktionsplan ist ein klassisches Beziehungsphänomen

Wir tun uns mit ihm und ebenso ohne ihn schwer – der Redaktionsplan als Beziehungskiller. Dabei wollen wir das Beste für unser ‚Blog-Baby‘. Schließlich tragen wir eine Verantwortung. Gegenüber den Lesern und Personas, (Affiliate-)Partnern oder anderen Stakeholdern. Denken wir groß!

Dafür gilt es die Voraussetzungen zu schaffen. Eine Haltung zu haben, das Blogger-Dasein als Aufgabe zu verstehen und mit einer individuellen Note zu versehen. Und bitte nicht vergessen, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als sich die Nächte mit Blog-Inhalten um die Ohren zu schlagen. Nach Reichweiten, Followern, Aufmerksamkeiten und Interaktionen zu schielen.

Deshalb mein Appell: Eine Balance zwischen virtuellem Business und realer Freizeit schaffen! Das tolle ist, dass ein Blog-Redaktionsplan dabei hilft, genau das zu bewerkstelligen. Für mich die Basis, um Professionalität und Freigeist in Einklang zu bringen. Alles in Allem gibt ein Blog-Redaktionsplan Sicherheit und Struktur für die Arbeit als Blogger.

Wie handhabt ihr eure Redaktionsplanung? Gibt es einen Blog-Redaktionsplan? Unterscheidet ihr hierbei zwischen eurem eigenen Blog und den Corporate Blogs von Kunden? Welche Haltung ist für euch als Blogger wichtig?

Autor: Stefan Schütz / Google+
Foto: darkmoon1968 / pixabay.com

Comments
  1. Nur weil Du es in Google+ erwähntest. Mich würde echt mal interessieren, warum überhaupt noch jemand mit Excel arbeitet – eben wo es Tools wie Scompler gibt. Also jetzt wirklich als aufrichtig gemeinte Frage. 🙂

    • Hallo Mirko,

      ich glaube, die meisten (mich eingeschlossen) wissen es einfach nicht besser! Excel ist bequem, schnell anwendbar – Macht der Gewohnheit… Scompler werde ich mir für die #toolparade von ZIELBAR vorknöpfen 😉

      Viele Grüße
      Stefan

  2. Die gleiche Frage behandelte ich in meinem Blog auch schon: https://www.geropflueger.de/ist-ein-redaktionskalender-fuer-ihr-unternehmen-sinnvoll/

    Ich habe meinen Artikel mit einem Link auf diesen Artikel hier ergänzt, weil Deine Sammlung der Mustervorlagen wirklich toll ist. Danke dafür, Stefan! Für viele Unternehmen reicht diese Art der Excel-Planung vollkommen aus, ich persönlich bevorzuge Tools wie zum Beispiel CoSchedule.

    Beste Grüße aus Hannover,
    Gero

    • Hallo Gero,

      ich sammele weiter kostenlose Redaktionspläne und ergänze an dieser Stelle sinnvoll – da kommt dein Link gerade rechtzeitig 😉

      Danke für dein Feedback!
      Stefan

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