6 Basics, die Blogger unbedingt über SEO-Texte wissen müssen. (Humusak / Pixabay)

Erfolgreiche SEO-Texte für Blogs

Erfolgreiche SEO-Texte: Die kleinen und feinen Unterschiede

Was gute Webtexte einzigartig macht –
6 Dinge, die Blogger unbedingt wissen sollten

Eins vorab: So groß unterscheiden sich gute SEO-Texte nicht von anderen guten Texten. Denn was für SEO-Texte und Blogbeiträge gilt, das gilt im Großen und Ganzen für Magazinbeiträge, Pressemitteilungen oder Kundenanschreiben gleichermaßen. Gute Texte sind leicht lesbar und verständlich. Sie sind sinnvoll aufgebaut, gut strukturiert und vermeiden Fachchinesisch. Außerdem sind gute Texte passend für die Zielgruppe geschrieben. Führen den Leser durchs Thema, ohne das er sich weder langweilt noch beim Lesen komplett überfordert fühlt. Soweit nichts Neues.

Und auch an Satzbau, Grammatik und Wortwahl stellen SEO-Texte im Grunde genommen keine größeren Anforderungen als andere Sachtexte. Satzungetüme sind von Textern ebenso zu vermeiden wie Passiv-Konstruktionen oder permanente Wiederholungen. Kurzum: Was für einen guten Pressetext gilt, das gilt für einen guten Blogbeitrag.

Allerdings gibt es feine Unterschiede und wesentliche Dinge, die einen guten SEO-Text von einem anderen Text unterscheiden. Gute SEO-Schreiber kenne diese Nuancen und setzen sie vor allem um:

Intro: Viele Jahre war ich als Magazinjournalistin und Werbetexterin für Printmedien erfolgreich. In letzter Zeit habe ich mich intensiv in ein neues Tätigkeitsfeld eingearbeitet: Das SEO-Texten. SEO-Texte sind suchmaschinenoptimierte Webtexte, die so geschrieben sind, dass sie in den Trefferlisten von Suchmaschinen möglichst weit oben landen. Eine spannende und herausfordernde Aufgabe, die richtig Spaß macht – wenn man weiß, wie’s geht.

Ein Gastbeitrag von Sabine Hense-Ferch: Was Blogger unbedingt wissen sollten, damit ihre Texte im Internet gefunden werden.

Keywords: Ihr Einsatz, bitte!

Ein guter SEO-Text kommt nicht ohne Keywords aus. Keywords sind die Begriffe, die Interessenten in die Suchmaske eingeben, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung im Internet suchen. Für mich sind Keywords darüber hinaus die relevanten Wörter, mit denen Personas auf die Webseite des Kunden gelangen, für den ich den SEO-Text schreibe. Das kann im Falle eines Zahnarztes der Begriff „Implantate“ sein, im Fall eines Fliesenlegers das Keyword „Badezimmerfliesen“. Oder die Kombination „Fliesen für Badezimmer“.

Während die Experten darüber streiten, wie viele Keywords in einen Text und in welcher Häufigkeit sie an welchen Stellen im Text gehören. Mache ich es dahingegen so: Statt SEO-Texte mit Keywords bis obenhin zuzustopfen. Wähle ich lieber für jeden Beitrag ein oder zwei Keywords aus und beschränke mich auf diese. So schreibe ich im Falle des Zahnarztes einen Beitrag zum Thema Zahnimplantate (und wie die sich von anderen Dritten Zähnen unterscheiden). Im Falle des Fliesenlegers schreibe ich zuerst einen Blogbeitrag über Küchenfliesen, später über Badezimmerfliesen.

Ich konzentriere mich auf dieses eine Thema, beleuchte es aus unterschiedlichen Blickwinkeln und versuche die wichtigsten Punkte, die meine Leser interessieren, einzubauen. Und schreibe zu weiteren Keywords lieber darauf aufbauende Beiträge.

Leseempfehlung
Für das Online-Magazin Zielbar hat Fabian Auler „101 SEO-Tipps und Tricks für mehr Sichtbarkeit“ zusammengetragen. Der Beitrag basiert auf praxiserprobte Maßnahmen und enthält für jeden etwas.

Das hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn ich Schwerpunkte setze und mir ein, zwei Keywords pro Text vornehme, kann ich ein Thema vertiefen. So schaffe ich gleichzeitig die Möglichkeit, mich abzugrenzen und in einem anderen Beitrag ein anderes Thema in den Mittelpunkt zu stellen. Ich kann meine Gedanken klarer umreißen und habe automatisch die Option zu mehr – beim nächsten Mal.

Gute Plätze für das Unterbringen von Keywords sind auf jeden Fall der Titel des Blogartikels oder der Unterseite, auf der der Blogartikel steht. Der Titel ist das, was oben hinter der Domain steht, wenn die Seite gestartet wird. Im Text streue ich dann die Keywords an den passenden Stellen ein. Manchmal mache ich das auch erst nachträglich in der ersten Korrekturphase. Ich nutze dazu auch Abwandlungen, Synonyme und auch die sogenannten Longtail-Keywords, also das eigentlich Keyword in Kombination mit mehreren Wörtern („Fliesen für Badezimmer“).

Und noch etwas ist in diesem Zusammenhang wichtig: Ich setze das Keyword auch in den Metadaten, Titel und Beschreibungen, also Title und Description. Wenn ich mit meinem Blogartikel oder dem Website-Inhalt fertig bin, gehe ich den Text immer noch mal daraufhin durch, ob er sich leicht und angenehm lesen lässt. Wenn ich dabei merke, dass ein Keyword nicht passt oder es irgendwie ungünstig platziert ist, so dass der Lesefluss stocken könnte, dann werfe ich es wieder raus. Weniger ist manchmal mehr.

Struktur: Guter Aufbau, klare Gliederung für SEO-Texte

Eine gute Gliederung ist für einen SEO-Text ein wichtiger Rankingfaktor. Gut strukturierte SEO-Texte machen es den Lesern und Google leichter. Die Suchmaschine erkennt, dass der Text gute gegliederte Inhalte mit Mehrwert enthält.

Ich gliedere meine Blogartikel in thematisch zusammengehörige Abschnitte mit jeweils einer Überschrift darüber. Diese Überschriften sind mit „H“ wie „Headline“ gekennzeichnet. Die sogenannten ‚H-Überschriften‘ gehen von H1 bis H5 oder H6 und haben eine unterschiedliche Schriftgröße. Das markiert deren Hierarchie: H1 ist die oberste Ebene und damit der wichtigste Platz. Und diese H1 ist bestenfalls einmal pro Seite vorhanden, enthält das Keyword und eine aussagekräftige Message.

Was sind gute Überschriften? Gute Überschriften machen neugierig, finden einen überraschenden Dreh, beantworten eine gute W-Frage zum Thema. Für Zwischenüberschriften und die weitere Strukturierung meines SEO-Textes nutze ich H2, H3 und manchmal H4. Tiefere Gliederungen machen für mich keinen Sinn. Denn die wenigsten meiner Blogartikel oder SEO-Unterseiten-Texte sind derartig umfassend, dass ich bis auf die sechste Ebenen hinunter gehe. Ich schreibe schließlich keine wissenschaftlichen Abhandlungen.

Leseempfehlung
Was ist SEO, wie funktioniert es? Der umfangreiche Beitrag von Sebastian Prohaska für ithelps beantwortet alle grundlegenden Fragen für SEO-Anfänger und interessierte Blogger. Infografiken, Videos und Erfahrungswerte inklusive.

Zu einer guten Struktur trägt bei, dass ich für meinen Text eine kurze Einleitung, einen Teaser, schreibe. Diese Einleitung hilft mir selbst dabei, das Thema klarer zu fassen und zu fokussieren: Ich versuche, die wichtigsten Aussagen, also die Essenz des Textes, in wenigen Sätzen zu umreißen und zu beschreiben, welche wesentlichen Fragen mein Text beantwortet.

Dann bearbeite ich mein Thema im Hauptteil, den ich ebenfalls gut strukturiere mit Absätzen, Zwischenüberschriften und Fettgedrucktem. Zusätzlich gerne mit Bullet-Points, Listen und Aufzählungen einzelner Punkte. An den Schluss setze ich ein kurzes Fazit, eine kleine Zusammenfassung – und einen Aufruf zur Diskussion zum Kommentar oder ähnliches.

Diese Kommentare sind eine Brücke zu meinen Lesern oder Kunden der Unternehmen, für die ich blogge. Sie geben mir wichtige Rückmeldung, Kritik oder auch Ideen für weiterführende Artikel.

Zum Punkt kommen: Weniger ist mehr

SEO-Experten haben herausgefunden, dass SEO-Webtexte eine gewisse Länge benötigen, damit sie von Suchmaschinen wahrzunehmen sind. Je nach Studie schwankt die Anzahl der Wörter zwischen 1.000 und 2.000 – mindestens 500 auf jeden Fall.

Auch wenn ich das als Richtlinie im Hinterkopf behalte. Versuche ich mich kurz zu fassen, nicht zu wiederholen und in jeden Satz neue Fakten einzubauen. Ich schreibe in der Regel nur so viel wie es nötig ist, damit meine Leser das Thema verstehen. Ich hasse es, Texte unnötig aufzublähen.

Also: Kurze, konkrete, knappe und echte Inhalte liefern, ohne mich in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Ich frage mich bei jedem meiner Blogbeiträge: „Ist das, was ich da schreibe, relevant und wichtig für den Leser, um ihm zu helfen, um ihm eine Anleitung zu geben? Ein Problem zu lösen oder um mehr zu einem Thema zu erfahren, was er oder sie vorher noch nicht wusste?“ Ich verwende nach Möglichkeit kurze Absätze, kurze Sätze und kurze Worte. Die einfachsten Wörter sind die besten. Und ansonsten gilt der Nachrichtenstil – wie in Pressemitteilungen: Die wichtigsten Informationen gehören an den Anfang des Absatzes und den Anfang des Satzes.

Einen richtig guten SEO-Text erkennen wir daran, dass er ohne unnötigen Ballast auskommt. Füllwörter wie meiner Meinung nach und im Grunde genommen sowie eigentlich, allemal, möglichst oder eben.

Verständlich und bildhaft schreiben

Wenn ich versuche, so zu schreiben wie ich spreche. Dann sind meine Texte viel besser zu verstehen. Wenn ein Satz mehr als zwei Kommas hat und über drei Zeilen geht, ist er zu lang. Je einfacher die Formulierungen, desto besser sind sie vom Leser zu erfassen. Ich versuche, komplizierte Redewendungen und Fachjargon in Blogartikeln zu vermeiden – oder sie richten sich an ein Fachpublikum. Also: Statt oberflächlich miteinander zu kommunizieren, lieber intensiv miteinander reden. Und was noch besser ist als sich auf ‚Unique Content‘ zu konzentrieren – einzigartige Inhalte schaffen! Ich vermeide Substantive mit den Endungen -ung, -ion und –ismus. Schließlich gibt es für fast jedes dieser Wörter ein Verb in der deutschen Sprache.

Und noch ein Nachtrag zum Thema Verständlichkeit: Wenn etwas kompliziert zu umschreiben ist oder mit Bildern besser als mit Worten zu erklären, versuche ich Beispiele zu finden. Schreibe ich über die Trotzphase bei Kleinkindern, beginne ich mit der Szene, wie das Kind sich im Supermarkt auf den Boden schmeißt. Hat das Hotel einen uralten Weinkeller, indem es nach Eichenholz und Weinaromen duftet? Dann schreibe ich das. Je lebhafter und bunter ein Text wird, umso besser bleiben Informationen hängen, weil Bilder im Kopf des Lesers entstehen.

Den Leser lenken: Links einbauen

Ich versuche in meinem Blogartikeln auf andere Webseiten zum Thema zu verlinken. Das sind beispielsweise andere Texte auf meiner eigenen Webseite oder auf der Webseite meines Kunden. Die von ähnlichen Themen handeln und zusätzliche Informationen oder fremde Inhalte bieten, die auf anderen Seiten im Internet stehen. Solche internen oder externen Links erhöhen die Suchmaschinen-Relevanz meines Textes. Außerdem habe ich die Möglichkeit, Inhalte damit in Beziehung zu setzen und meinen Lesern noch mehr Informationen zum Thema zu bieten. Damit erleichtere ich meinen Lesern die Entscheidung, wo sie als nächstes klicken.

Abschreiben? SEO-Texte brauchen einzigartige Inhalte

Das, was ich in meinen Blogbeiträgen schreibe, soll in erster Linie Leser und Kunden überzeugen. Doch nicht ausschließlich, sondern auch die Suchmaschinen. Hier ist zu beachten: SEO-Texte sind eindeutig einem Thema zuzuordnen. Google erkennt das anhand des verwendeten Vokabulars. Ich muss beim Schreiben das Keyword ausreichend verwenden – und zugleich seine wichtigsten Synonyme. Außerdem sind SEO-Texte einzigartig – Duplicate Content wirkt sich beim Suchmaschinen-Ranking unliebsam aus.

Inhalte sind einzigartig: Gute SEO-Texte sind in dieser Form als Webtexte nirgends sonst im gesamten Internet zu finden. Das ist extrem wichtig, da Suchmaschinen darin einen besonderen Indikator für Qualität sehen. Inhalte, die bereits bestehen. Kopiert oder abgeschrieben sind, bieten für den Nutzer keinen Mehrwert. Darum ist es bedeutsam, dass Unternehmen von Textern wie mir ihren eigenen SEO-Content schreiben (lassen), der auf jeden Fall Unique Content ist. Viele Agenturen sehen es als absolutes Ausschlusskriterium, wenn Werbetexter ihre Texte aus anderen Quellen kopieren. Um das zu überprüfen, verwenden viele Agenturen eine Schnittstelle für gängige Plagiatsprüfungs-Software, um der Erstellung von ‚Duplicate Content‘ entgegen zu treten.

Fazit: Diese Besonderheiten machen aus dem Erstellen von SEO-Texten eine kleine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist: Keywords integrieren, einen klaren Textaufbau schaffen. So kurz wie nötig und verständlich zu schreiben. An passenden Stellen Links einzubauen und einzigartige Texte zu schreiben – das ist eine Aufgabe, an der sogar erfahrene Textprofis anfangs scheitern. Aber das Schreiben von hochwertigem Content ist ein Handwerk, welches für jeden Blogger mit den richtigen Schreibtipps gut zu erlernen und perfektionieren ist.

Outro: Wie ist Deine Erfahrung beim Schreiben von SEO-Texten? Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht? Was machen Deine Blogartikel besonders? Ich bin gespannt, Neues zu erfahren!
Über die Gastautorin

Sabine Hense-Ferch: Professionelle SEO-Texte für Werbeagenturen, Unternehmen und Verlage

Sabine Hense-Ferch hat beim Frauenmagazin ‚Für Sie‘ als Redakteurin gearbeitet, bis sie sich 1995 als freie Journalistin und Werbetexterin selbstständig machte. Heute ist sie als Texterin für Werbeagenturen und Medienverlage im Print- und Onlinebereich tätig. Für viele ihrer Kunden hat sie nicht nur Texte recherchiert und geschrieben, sondern auch komplette Magazine und Broschüren konzipiert. Mit monatlichen News-Beiträgen bloggt sie als SEO-Texterin für Kunden unterschiedlicher Branchen auf deren Websites.


Autorin: Sabine Hense-Ferch
Foto: Humusak / pixabay.com

Comments
  1. Ich verfasse immer kurze und prägnante Texte und ziehe diese nicht in die Länge. Ich stelle mir immer vor, dass die Leser meistens nicht sehr viel Zeit haben und eine Antwort auf ihre Frage möglichst schnell haben wollen. Danke für den Artikel 🙂

    • Hallo Kevin,
      ich könnte es nicht schöner zusammenfassen – genau so sehe ich das auch!
      Danke für deinen Kommentar 😉
      Viele Grüße, Stefan

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