Wie ein Content-Plan gegen Schreibblockaden hilft und für Zeit sorgt

Zeit-Management – Das C steht für Inhalt

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Wie ein Content-Plan gegen Schreibblockaden hilft

Als PR-Berater stehe ich hinsichtlich der Content-Planung vor verschiedenen Herausforderungen. Erstens ist es nicht leicht, den Geschmack des Kunden auf Anhieb zu treffen. Das ist besonders ärgerlich, weil im Grunde der Geschmack des Konsumenten im Fokus steht. Es zählt nur bedingt, was das jeweilige Unternehmen super findet. Immerhin bedarf es zunehmend weniger (sic!) Diskussionen über die Inhalte als solche. Die Frage nach „was wollen wir posten?“ stellt sich kaum mehr. Zweitens ist es der Faktor Zeit, der im wahrsten Wortsinn fortlaufend einwirkt. Wie viel Vorlaufzeit benötigen wir? Wann spielen wir welches Thema? Gibt es saisonale Besonderheiten zu beachten?

Hier in meinem Blog bin ich für die Inhalte verantwortlich. Ich muss demgemäß niemandem Rechenschaft ablegen, keine Abstimmungsschleifen drehen oder Zielsetzungen aus der Nase von Dritten ziehen. Die individuelle Beantwortung der zuvor gestellten Fragen bleibt allerdings bestehen. Deshalb gebe ich mit diesem Beitrag Tipps für ein effizienteres Zeit-Management mit auf den Weg. Also wo finde ich geeignete Ideen? Wie begegne ich damit einer Schreibblockade? Was kann ein Content-Plan unter dem Strich leisten?

Alles eine Frage der Zeit: In der Planung liegt die Kraft

Du kannst die Zeit weder anhalten noch zurückdrehen. Bei unserem Content haben wir aber jederzeit die Möglichkeit, zu justieren. Und daher nehme ich diese Option kontinuierlich wahr. Ich modifiziere verstärkt meine uralten Blogposts. Der hiesige Beitrag liegt seit dem 12. Dezember 2017 in überarbeiteter Version vor.

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. Henry Ford

Ursprünglich diente dieser Beitrag zur Teilnahme an der „Blogparade gegen die Schreibblockade“ vom PR-Doktor Kerstin Hoffmann. Die Zeit lief gnadenlos gegen mich. Innerhalb der sechs Wochen vom Ausruf bis Fristende hatte ich es nicht geschafft, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Eine knappe Stunde vor Ultimo ereilte mich außerdem das, worum es ging – eine Schreibblockade.

Eigentlich mangelt es mir nicht an kreativen Ideen. Vielmehr stellt der Anspruch an mich eine Hürde dar. Eine Worthülse hier, eine Anekdote dort. Mit beherzten 100 Tipps und Tricks für gute Laune beim Bloggen habe ich diese Blockade gelöst. Wichtig ist, sich ausreichend Zeit für die Content-Planung zu nehmen. Ohne Prioritäten und Personas außer Acht zu lassen. Im Zweifel gilt: der Neuanfang!

Schreibblockade gibt es nicht: Der Grüffelo beim Texten

Als ich vor einigen Jahren mit dem Bloggen begann, gab es wenig strebsame Gedanken über einen kontinuierlichen Workflow. Ich hielt mich für einen außerordentlich guten Redner, das Schreiben würde mir ebenso locker von der Hand gehen. Eingebungen kämen von alleine. Folglich treiben meine Begeisterung für Social Media und Public Relations, meine Erfahrungen und Filterblase das Vorhaben schon voran. Aber dem war nicht so!

Aus den Teilnehmer-Beiträgen zur genannten Blogparade ist das eBook „Schreibblockade – Tipps, Strategien und Erfahrungen“ entstanden. Auf insgesamt 245 Seiten sind demzufolge 86 Beiträge abgedruckt. Gespickt mit Erfahrungsberichten, persönlichen Einblicken, witzigen Erlebnissen, wertvollen Checklisten und zahlreichen Profi-Tipps. Unter dem vorherigen Link gibt es das eBook ohne Anmeldung oder Registrierung zum kostenlosen Download.

Warum der Übergang von Beruf zu Hobby bei mir trotzdem nicht wünschenswert verlief? Das wird beim Blick auf die laut Wikipedia möglichen Erscheinungsformen für eine Schreibblockade deutlich:

  • Es fällt schwer, einen Textanfang zu finden.
  • Der Text ist zwar geplant, es gelingt trotzdem nicht, ihn zu schreiben.
  • Der Schreibprozess hakt, was bis zum Abbruch führt.
  • Dem Autor erscheint das bisher Geschriebene als nicht gut genug.
  • Die Ideen und/oder die Formulierungen bleiben aus.
  • Das Schreiben wird als unangenehm empfunden.
  • Zu Passagen aus fremden Texten fehlen die eigenen Worte.

Effekt der Wiedererkennung: Das bin doch nicht ich

Den Begriff „Wiedererkennung“ (Neudeutsch: Brand Recognition) habe ich im Zwischentitel zweckentfremdet. Im übertragenen Sinne geht es mir um Eigenwerbung und Reputation. Der Content auf dem eigenen Blog spielt jedenfalls eine entscheidende Rolle. Als Maßeinheit für die Wirkung der Texte sowie für die zielgruppenspezifische kognitive Verknüpfung.

Eine Schreibblockade führt letztendlich dazu, dass die Inhalte nicht zufriedenstellend wirken. Die ausbleibende respektive negative Wirkung verschärft wiederum die Blockade. Wir befinden uns in einer Spirale, in einem Teufelskreis. Unabhängig davon, ob ich ein „Non-Profit-Blogger“ oder Profi bin. Ein Content-Plan schafft Abhilfe. Hierbei lässt sich unterscheiden zwischen Themenplan, Redaktionsplan und Produktionsplan. Jedenfalls erkenne ich mich bei den zuvor genannten Auswirkungen wieder.

The first draft of anything is shit. Ernest Hemingway

Mir hat ein Content-Plan geholfen, Ruhepausen zu finden und meine Gedanken zu ordnen. Er bildet den Rahmen für mein Zeit-Management. Seit der Nutzung eines Content-Plans blieb ich von Schreibblockaden verschont. Mittlerweile schreibe ich meine Ideen schneller auf und habe meinen eigenen Stil entwickelt. Ich gebe selber Tipps und kann ich mich über eine feste Leserschaft freuen. Was für mich funktioniert, ist kein Allheilmittel. Deshalb gebe ich im Anschluss sieben Leseempfehlungen – passend zu den Erscheinungsformen von Schreibblockaden.

Mit einem Augenzwinkern zum Content

Zwei Dinge haben sich bei mir nicht verändert und prägen mein Zeit-Management:

  1. Leistungsdruck: Bei der Abgabe der Diplomarbeit, bei Ad-hoc-Anfragen von Kunden, bei der Einreichung von Pitch-Unterlagen, bei dringlichen Bitten meines Chefs, bei Redaktionsschlüssen von Blogparaden – bislang konnte ich eine Lösung präsentieren.
  2. Wohlfühlfaktor: Bei einem Feierabendbier, bei Gesprächen unter Gleichgesinnten, bei einem warmen Duschbad, bei einem Toilettenbesuch, bei einer Genusszigarette, bei privaten Lebenslagen – diese Gebräuche führen zu einer Idee.

Mit sieben Tipps gegen die Schreibblockade

Fazit: Ein Content-Plan kann helfen, Schreibblockaden nicht aufkeimen zu lassen. Geduld und Spucke ersetzt er hingegen nicht. Wir tun gut daran, uns ausreichend Freiräume zu schaffen und uns weiterzuentwickeln. Ohne die individuell definierten Meilensteine aus den Augen zu verlieren.


Autor: Stefan Schütz / Google+
Foto: congerdesign / pixabay

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