SocialHub Mag - jung, dynamisch und analog

SocialHub Mag – jung, dynamisch und analog

SocialHub Mag – jung, dynamisch und analog

Neulich bekam ich wieder eine dieser Anfragen, die vermutlich jeder von euch kennt und meistens nicht oberste Priorität genießt. Aber irgendetwas war diesmal anders. Gut, jetzt bin ich bei weitem kein Big Player der Blogosphäre und deshalb vielleicht noch Zugänglicher für Anliegen jeglicher Art als manch ein Influencer. Doch war es der Inhalt der E-Mail und das damit verbundene Vorhaben, was mich aufhorchen ließ. „SocialHub Mag“ wurde so interessant dargestellt, dass ich hier dem Adressanten umso mehr eine ehrenwerte Chance geben wollte. Gucken wir gemeinsam mal rein, dann wisst ihr wovon ich rede.

Die analoge Pause für digitale Helden

Während allenthalben der Titel des Social Media Managers in Frage gestellt wird und der Abgesang auf Print immer deutlicher wird, hat eine junge Truppe aus Ingolstadt ein Print-Magazin rund um die Social Media ins Leben gerufen. Klingt komisch, ist aber so. Und das war auch der Grund, warum ich dem besagten Anschreiben meine volle Aufmerksamkeit schenkte. Zumal von einer Auflage in Höhe von 5.000 Stück schon bei der Erstausgabe gesprochen wurde. Ganz schön mutig, wie ich finde.

Um euch herum poppen Benachrichtigungen auf wie Erdhörnchen aus ihrem Bau, Messages und Mails treffen im Minutentakt ein, der Feedreader quillt über, ihr hetzt von Meeting zu Meeting und in eurem Social Media-Alltag scheint mal wieder alles gleichzeitig zu passieren?

Das konnte ich jedenfalls so nicht stehen lassen. Deshalb nahm ich das beiliegende Angebot dankend an. Hierfür ausschlaggebend war für mich die authentische Ansprache. So nehme ich dem Team bis heute ungelesen ab, dass es sich zu 100 Prozent dem Thema Social Media verschrieben hat und dafür bereit ist lange Wege zu gehen. Natürlich war der Text nicht besonders individuell, aber scheinbar relevant genug. Nur wenige Tage später lag wie versprochen die haptische Form von „SocialHub Mag“ bei mir im Briefkasten.

Jetzt wollte ich noch mehr über das Magazin wissen. Ihr auch? Dann zieht euch das nachstehende Kurz-Interview mit Sarah Thurow rein. Sie ist im Marketing bei der maloon GmbH beschäftigt, dem Anbieter der SocialHub Social Media Management Platform. Spontan und dankenswerterweise hat sie die Fragen beantwortet und autorisiert:

Was hast du dir nur dabei gedacht?

1) Der digitale Wandel nimmt gerade erst so richtig Fahrt auf und ihr kommt mit einem Print-Format um die Ecke. Was habt ihr euch nur dabei gedacht?

Jeder Nutzer mit E-Mail-Postfach oder Mobilfunknummer wird heute mit Mails, Newslettern und Benachrichtigungen überflutet. Viele landen davon im Spam oder werden gar nicht gelesen. Zudem beschäftigt man sich meist nur kurze Zeit mit jeder Nachricht und klickt dann schon weiter zur nächsten.

Wir wollten aus der Masse herausstechen und nützliche Social Media Informationen, Tipps, Expertenberichte und Interviews bereitstellen und nicht nur kurzlebige News. Dazu eignet sich perfekt ein Print-Magazin, das man am Wochenende, im Urlaub oder unterwegs lesen kann. Dabei ist uns aufgefallen, dass es im Social Media Bereich noch gar kein gutes Magazin gibt, welches dies erfüllt. So ist das SocialHub Mag entstanden.

2) Jeder weiß doch, dass hinter einer Idee immer ein kluger Kopf steckt. Wer wäre bei euch federführend zu nennen und welche Ziele verfolgt ihr mit SocialHub Mag?

Das SocialHub Mag wurde von David [Neuhaus], einem der Gründer von SocialHub, aus der Taufe gehoben. Susi [Maier] hat die redaktionelle Leitung übernommen und ist maßgeblich für die inhaltliche Gestaltung des Magazins verantwortlich. Unser Anspruch ist vor allem sehr nützliche Beiträge zu liefern, die gerne gelesen werden und Wissen vermitteln.

Dabei spielt das Feedback unserer Leser eine wichtige Rolle, zu denen vor allem Social Media Verantwortliche aus Unternehmen, Agenturen und Behörden gehören. Von unseren Lesern haben wir proaktiv sehr viele Rückmeldungen erhalten, die in die nächste Ausgabe einfließen. Zudem haben wir weiteres Feedback aus einer Umfrage bekommen, an der über 150 Leser teilgenommen haben. Wir haben dadurch ein sehr solides Verständnis, was unsere Leserschaft von uns erwartet.

Wie soll es denn nun weitergehen?

3) Nicht zuletzt die Entwicklung bei Snapchat verdeutlicht, dass früher oder später ein vielversprechendes Erfolgsmodell durch die Integration von Werbung zumindest einen Dämpfer erhält. Wie wollt ihr zukünftig mit dieser Thematik umgehen?

Hinsichtlich Snapchat: das Thema ist bei uns auch nicht im Verborgenen geblieben! Letztendlich wird jedes Social Network seine Nutzerbasis ab einem bestimmten Level monetarisieren. Das würde ich eher als Evolution und nicht als Dämpfer bezeichnen. In unserer obenstehenden Umfrage wünschten sich zum Beispiel über 10 Prozent der Antwortenden Inhalte, die sich mit Snapchat befassen. Vergleichsweise dazu fiel das Interesse zu Themen über Instagram und WhatsApp wesentlich geringer aus – wahrscheinlich auch, weil es dazu schon viele Informationen gibt und sich die Netzwerke nicht so stark zu Bestehenden unterscheiden.

Wir können unseren Lesern versichern, dass unser Magazin nicht kommerziell ausgerichtet ist und auch in Zukunft den Fokus auf essenzielle Informationen, Unterhaltungswert und Praxistauglichkeit richten wird. Im Vordergrund steht ganz klar immer der Mehrwert für den Leser. Vorstellbar wäre zwar, dass wir im Rahmen von relevanten und interessanten Kooperationen Werbeleistungen austauschen und Kooperationspartner im SocialHub Mag eine Anzeige schalten können, die dann als solche gekennzeichnet werden. Unser Ziel ist aber trotzdem mit Sicherheit nicht der Verkauf von Werbeflächen!

SocialHub Mag - jung, dynamisch und analog

Das nerdige Fachmagazin überrascht

Die erste Ausgabe des „SocialHub Mag“ ziert 55 Seiten voller Social Media-News, Interviews und Best Practices aus der Social Media-Welt sowie praktische Tipps und Tricks für den Arbeitsalltag. Es werden Fachbeiträge zu Themen der Social Media bereitgehalten sowie Anwendungsbeispiele von Unternehmen aufgezeigt. Interessierte und Neugierige können sich die jeweils aktuelle Ausgabe kostenlos herunterladen. Unter Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse kann dann jede neue Ausgabe im Gratis-Abo als PDF bezogen werden.  

In kürzen Interviews oder längeren Portraits werden unterschiedlichste Branchenköpfe und Social Media Helden wie diesmal Thomas Hutter vorgestellt. Zudem werden im Sinne der Eigen-PR einige Einblick hinter die Kulissen gewährt und Tools wie der SocialHub Content Planner vorgestellt.

Aus meiner Sicht völlig überflüssig, sind die Stellen-Börsen und skizzierten Branchen-Events – hier fehlt es noch schlichtweg an der Exklusivität. Wer auf Jobsuche oder generell umtriebig ist, wird die „Save the Date“-Einladungen längst im Terminkalender vermerkt und die vakanten Stellen auf dem Schirm haben. Dazu gesellt sich eine kaum vorhandene Aktualität, der sich jedes Print-Medium geschlagen geben muss. So gehörten beispielsweise knapp die Hälfte der genannten Termine der Vergangenheit an.

Was dich erwartet? Deine neue analoge Pause. Ein Magazin nur für dich. Von unserer Community für unsere Community. Mit Interviews, Tipps und Tricks und einem Blick hinter die Kulissen. Nerdig und ‚fachmagazinig‘ genug, um es im Office herumliegen zu lassen und vor dem Chef zu lesen, aber gleichzeitig unterhaltsam genug, um es mit in die Pause zu nehmen oder für die Kollegen auf dem Klo zu deponieren.

Wer hat dir das denn beigebracht?

Apropos Aktualität. Nach Vorwort und Inhalt sollen „Kompakte News – die wichtigsten Neuerungen im Überblick“ zu Social Networks wie Twitter, Facebook, Instagram und Snapchat abbilden. Hier zeigt sich deutlich ein Schwachpunkt eines Print-Magazins – können die News bei einem Redaktionsschluss einige Wochen vor Druck einfach nicht brandneu sein.

Das Layout wiederum ist äußert ansprechend, obgleich ab und an unheimlich viel Text auf eine Seite gepresst wird. Die Farben sind gut gewählt – alles wirkt aufgeräumt und dennoch nicht zu clean. Auch die Bildsprache ist angenehm. Schön finde ich direkt zu Beginn die Danksagung zum Introquote, was ich als Inbegriff für User-generated Content bezeichnen möchte. Klasse sind zudem die eigens erstellten Titelbilder, die aktivierenden Header und vor allem die gewählte, selbstironische Sprache.

Das „SocialHub Mag“ könnt ihr nicht im Handel erwerben oder regulär abonnieren. Wenn ihr aber ganz analog eine der limitierten Print-Ausgaben in den Händen halten möchtet, könnt ihr euch für ein kostenloses Print-Abo bewerben. Mal gucken, wie ich das Projekt zukünftig unterstützen und zum Erfolg beitragen kann.

Aus meiner Sicht wäre es schon ein Erfolg, wenn das Magazin werbefrei bliebe und das erste Jahr reibungslos verläuft. Die Macher werden tief Luft holen und noch einiges verändern müssen. Feedback, Kritik, Vorschläge, Wünsche oder Artikel seien jedenfalls herzlich willkommen. Ein Versuch ist es wert, die Bedenken bleiben.

Bist du Social Media Manager und hast Interesse am „SocialHub Mag“? Hättest du Lust, dich an der Entwicklung des Magazins zu beteiligen? Gibst du dem Vorhaben eine Chance oder kann das weg?

Autor: Stefan Schütz /
Foto: Harald Wanetschka / pixelio.de

Comments
  1. Lieber Stefan,

    vielen Dank für deinen netten Artikel zu unserem Magazin und dass du unserem Projekt so viel Positives abgewinnst. Natürlich kann eine Print-Ausgabe nicht tagesaktuell sein, aber wir achten darauf, Trends aufzugreifen und nachhaltige Information zu übermitteln. Und für alles Brandneue und für kurzfristige News gibt es ja so wunderbare Blogs wie deinen. Wir würden uns daher über jeden weiteren Beitrag von dir riesig freuen. Und je früher man nach Erscheinen unser Magazin konsumiert, desto höher stehen die Chancen, dass die Artikel noch aktuell sind 😉

    Alles Liebe und viel Erfolg für deinen Blog weiterhin,
    Sarah von SocialHub
    https://socialhub.io/de/

    • Hallo Sarah,

      wir bleiben in jedem Falle in Kontakt – ich werde die Entwicklung des Magazins interessiert beobachten und freue mich auf weitere Vorhaben (wie die aktuelle Blogparade) von euch.

      Nochmals herzlichen Dank für das Interview und den konstruktiven Gedankenaustausch!

      VG
      Stefan

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