Buchrezension "Corporate Blogs Praxistipps" von Meike Leopold (geralt / pixabay)

Buchrezension: Corporate Blogs

Buchrezension: Corporate Blogs

Praxistipps und Checklisten von Meike Leopold für Strategie, Inhalt und Ziele

Wie können Unternehmen den Erfolg ihres Blogs strategisch planen? Warum gibt es so wenige Corporate Blogger und was benötigen sie für Skills? Was zeichnet außerdem ein gutes Corporate Blog aus? Das vorliegende Buch gibt Antworten auf diese und weitere Fragen von Entscheidern, Machern und Kommunikatoren. Es liefert Corporate Blogs Praxistipps von der ersten Planung über die Aufgaben und Umsetzung bis hin zur Erfolgsmessung.

Praxistipps für Strategie, Inhalt und Ziele

Auf der einen Seite ist ein Corporate Blog oft das Herzstück des Social-Web-Auftritts eines Unternehmens. Denn kaum eine andere Plattform bietet so viele Freiräume, interessante Inhalte zu präsentieren und sich darüber auszutauschen. Vorausgesetzt es handelt sich um relevanten Content, authentisch und qualitativ wertvoll dargeboten.

Ein sauber konzipiertes Unternehmensblog ist Gold wert. Wenn der Inhalt stimmt, locken sie die Kunden in Scharen an. Wenn! (Meike Leopold)

Und dennoch reißen die Diskussionen um die Mutti aller Blogs nicht ab. Zu groß scheint die Scheu vor kritischen Kommentaren, vernichtenden Urteilen oder hereinbrechenden Shitstorms. Zudem stehe der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Das sehe ich erfahrungsgemäß anders!

Sieben Jahre nach meiner hiesigen Buchrezension mehren sich die Stimmen nach Alternativen oder Veränderungen in punkto Corporate Blogs. Das Interesse bleibt unabhängig davon ungebrochen, was die zahlreichen Beiträge zur Blogparade „Das Blog – ein Medium von gestern? #liveloveblog“ zeigen. Ich steuerte einen Blogbeitrag und Zündstoff bei, indem ich das Fass vom Content Hub aufmachte. Auf jeden Fall war es mir im Rahmen von #MyFirstContent* ein Anliegen, auch diese Rezension im Blog PR Stunt zu überarbeiten.

Corporate Blogs Praxistipps und Checklisten 

Für mich zählen Unternehmensblogs aufgrund ihrer stetigen Weiterentwicklung nach wie vor zu den Highlights von Corporate Communications. Umso schöner, dass Meike Leopold mit ihrem Buch „Corporate Blogs – Praxistipps für Strategie, Inhalt und Ziele“ (O’Reilly Verlag, 1. Auflage 2013; 336 Seiten, 29,90 EUR) einen Evergreen erschuf. Inhaltlich und stilistisch spricht mir die Autorin damals wie heute aus der Seele. Der Aktualität konnte der Zahn der Zeit aus meiner Sicht nichts anhaben.

Wer darüber hinaus Interesse an Corporate Blogs Praxistipps hat, dem lege ich das neueste Werk der Autorin ans Herz. „Content-Marketing mit Corporate Blogs“ erschien beim Haufe Fachverlag im Mai 2019. Das Taschenbuch ist ein toller Praxisleitfaden für Strategie, Redaktion und Vermarktung.

Zum Inhalt des Buches „Corporate Blogs“

Anfänglich erhält der Leser grundlegende und historische Einblicke und Begriffsabgrenzungen an die Hand. Zudem bekommen Public Relations als zentraler Baustein der Kommunikationsstrategie von Unternehmen eine bedeutende Rolle zugeschrieben. Das begrüße ich als Content-Enthusiast und VHS-Dozent zu diesem Thema sehr!

Dann geht es mit „Schritt für Schritt zum Corporate Blog“ direkt ins praxiserprobte Eingemachte. Meine eigens erstellte Infografik zu diesem Kapitel erfuhr wie alle Inhalte ebenfalls ein Refresh:

Corporate Blogging bedarf einer Content-Strategie (Stefan Schütz / PR Stunt)

Als besonders gelungen empfinde ich den konkreten Kostenplan sowie die nicht zu unterschätzenden psychologischen Aspekte. Letztgenannte beziehen sich größtenteils auf die Argumentation gegenüber der Geschäftsleitung, die Ernennung von Verantwortlichen sowie die Einbindung geeigneter Mitstreiter. Es wird demnach viel Überzeugungsarbeit zu leisten sein, bis das Vorhaben endlich zur Umsetzung gelangt.

Blogs gelten als Urgesteine des Social Web. Diesen Status teilen sie sich mit Foren und Newsgroups, die auch schon seit Jahrzehnten existieren.

Neben dem individuellen roten Strategieleitfaden helfen die beschriebenen Spielregeln wie Social Media Guidelines, Netiquetten, Techniken und Designs bei der Blog-Implementierung.

Dank zahlreicher Praxistipps, Expertenmeinungen und Best Practices gelingt der Transfer von der Buchvorlage in den operativen Corporate-Blogging-Alltag schnell. Mir erging es zumindest so.

Die Inhalte des Buches im Schnelldurchlauf:

  • Schritt für Schritt zum Corporate Blog
  • Aufgaben der Blog-Redaktion
  • SEO und Erfolgsfaktoren für Blogposts
  • PR für Unternehmensblogs
  • Community Management und Monitoring

Fazit: Wertvolle Praxistipps für Unternehmen

Geballtes Wissen und tolle Erfahrungswerte runden das Gesamtwerk ab und laden zum Nachschlagen ein. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine detaillierte Auflistung der Inhalte. Dies gestattet dem geneigten Leser die Möglichkeit, vermeintlich bekannte Themen zu überspringen.

Auch die eingebundenen Checklisten untermauern die kurzweilige Schreibweise und gewähren praktische Tipps. Ein kleiner Wermutstropfen stellen die für mich teilweise sehr kleinen Abbildungen dar – zumal diese leider vollständig in schwarz-weiß auftauchen. Doch das sollte kein Unternehmen vom Umdenken und Handeln abhalten.

Wichtig bei der Entscheidung für einen eigenen Corporate Blog ist natürlich die Unternehmenskultur. Wenn ein Unternehmen restriktiv agiert, wird das nicht funktionieren. (Christian Buggisch)

Mich interessierten vor allem die Basics: Welche (Urheber)Rechte gilt es zu beachten? Was machen Blog-Posts erfolgreich? Wie kann ich Suchmaschinenoptierung sinnvoll nutzen? Wo finde geeignete Monitoring-Tools? Wieso überhaupt Corporate Blogging?

Meine Fragen konnte die Autorin weitestgehend beantworten – danke dafür! Gibt es von eurer Seite offene Punkte, denen ich mich annehmen soll? Immer her damit – per Kommentar, Messenger oder E-Mail. Treiben wir gemeinsam das Thema voran…

Zur Autorin des Buches „Corporate Blogs“

Meike Leopold ist Expertin für den Aufbau und die Pflege von Corporate Blogs. Die Journalistin und PR-Fachfrau mit Fokus auf B2B-Kommunikation, betreibt mit start:talking ein eigenes Blog. Sie verfügt gleichermaßen über eine hohe sprachliche wie kommunikationsstrategische Kompetenz – auch und vor allem im Hinblick auf Social Media.

*Ich lerne nie aus und darum aktualisiere ich fortlaufend meine uralten Blogposts. Ich nenne das #MyFirstContent, da mein ehemaliges Blogger-Newbie-Dasein häufig nichts mehr mit meinem heutigen Wissen und Anspruch gemein hat.


Autor: Stefan Schütz
Foto: geralt / pixabay

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Comments
  1. Evy

    Der letzte Absatz ist sehr schön, weil persönlich!

    Schade, dass du nicht am Anfang erklärt hast, was C-Blogs sind – für Anfänger war das schwer zu durchschauen…

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