Aspekte des Kommunikations-Mix

Aspekte der Kommunikation beim Junggesellenabschied

Aspekte der Kommunikation beim Junggesellenabschied

Kaum eine Woche war ich mit der Familie zum Abschied des Urlaubsjahres unterwegs und die Welt hat sich in diesem Zeitraum scheinbar im doppelten Tempo weitergedreht. Nachbarn sind ausgezogen, einer meiner besten Kumpels steht endlich wieder in Lohn und Brot, ein anderer – seines Zeichens Social Media Manager bei einem Mobilfunkkonzern – hat den Job gewechselt, ein befreundetes Pärchen hat endlich den Weg ins Rheinland gefunden und ein weiteres wird zum Jahresende heiraten! Wow. Kann man euch denn nicht für eine Sekunde aus den Augen lassen?

Zurück im Alltag. Innerhalb weniger Wochen, also zwischen WM-Titel und Regenzeit Sommerferien, durfte ich gleich zwei Junggesellenabschieden beiwohnen. Im Grunde genommen sitze ich gerade im Zug nach Hamburg, um den zweiten zu begehen. Da bleibt genügend Zeit, um das Thema „Kommunikation“ mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Man kann von Junggesellenabschieden halten was man will, in Sachen Kommunikation gibt es einige mit Augenzwinkern zu genießende Parallelen zur herkömmlichen Öffentlichkeitsarbeit, klassischen PR und zum Content Marketing…

Tradition und Moderne vereint

Die Social Media oder besser Social Networks spielen in der heutigen Zeit fast zwangsläufig auch bei der Planung eines Junggesellenabschieds eine zentrale Rolle. So werden Suchende nach vermeintlich kreativen Ideen zu unheimlich lustigen Spielen oder Locations schnell bei Gleichgesinnten fündig. Man organisiert sich per Kurznachricht, tauscht Bilder aus oder gründet eigens eine Gruppe. Doch Vorsicht, der „Feind“ liest mit! Nicht nur der betroffene Junggeselle sollte hiervon nichts mitbekommen – sämtliche Aktivitäten sind und bleiben Privat. Deshalb wird es im hiesigen Blogpost auch keine expliziten Beispiele geben, ich stelle lediglich einen zugegebenermaßen gewagten Vergleich zum Kommunikations-Mix her…

Bei der Umsetzung sind der Phantasie aber keine Grenzen gesetzt. Diverse Websites helfen gegebenenfalls dem Einfallsreichtum ein wenig auf die Sprünge. Es gibt entsprechend Outfits, Abendunterhaltungstipps, Sportaktivitäten, Sprüche, Reisen und sogar individuelle Songs. Wer es bis hierhin geschafft hat, sich nicht an den Kopf zu packen – beim Stöbern im Internet wird dieser Reflex nicht ausbleiben…

Ist der große Tag gekommen, kann endlich „offen“ kommuniziert werden. Natürlich Mobile. Dabei bieten sich die gängigen Messenger an, die neuerdings prominenten Zuwachs erhalten haben. „SIMSme“ wurde ins Leben gerufen und soll vollends auf Usertracking sowie etwaige Auswertungen zu Werbezwecken verzichten. Der Start war ruckelig, aber recht verheißungsvoll. Vom selbsternannten großen Ansturm potentieller Kunden überrascht, wurden die Server-Kapazitäten kurzfristig verzehnfacht. Das kann nicht über die anfänglichen Probleme mit der Installation und Nutzung hinweg täuschen.

Da dem letztgenannten Dienstleister ein verstaubtes Image anlastet, passt an dieser Stelle eine kleine Historie:

Der Junggesellenabschied stammt nämlich ursprünglich aus dem antiken Griechenland und wurde von Freunden eines Spartaners im Rahmen dessen bevorstehender Hochzeit ausgerichtet. Frei nach Wikipedia

Reden können wir doch am besten

Längst ist die Media- respektive Hochzeitsplanung abgeschlossen. Wir befinden uns inmitten des normalen Wahnsinns auf der Piste. Für angehende und mal mehr oder weniger streitsüchtige Ehepaare gelten übrigens die gleichen Kriterien wie in der (Ehe)Krisen-PR:

  1. Ernstfall präventiv vorbereiten
  2. Worte mit Bedacht wählen
  3. Offenheit und Ehrlichkeit leben
  4. Fehler eingestehen
  5. Äußere Einflüsse vermeiden

Ein Junggesellenabschied als Event steht per Definition für eine kommunikative Veranstaltung oder Aktion zu Erlebniszwecken. Ziel ist es, dem zukünftigen Brautpaaren noch einmal die Gelegenheit zum ausgelassen feiern zu geben, ohne großartig an den Partner denken zu müssen. Eventmarketing spricht potentielle Kunden direkt und persönlich an, was letztendlich auch die Aufgabe respektive Funktion des Junggesellen ist. Jetzt muss dieser nicht gleich seine Seele verkaufen und sämtliche Treueschwüre ad acta legen.

Aber ein bisschen Spaß muss schon sein. Also rein ins Kostüm, Bauchladen umgeschnallt und diverse Gimmicks in bester Promotion-Manier unters Volk bringen. Klar, nur eine Möglichkeit den Abend in Schwung zu bringen. Zumal der Erfolg vom Engagement der Beteiligten und der richtigen Wahl der Marketingprodukte sowie des Point of Sale abhängt.

Natürlich kann ich nur aus der Sicht eines männlichen Teilnehmers berichten. Deshalb ist sehr gerne eine Bloggerin, die sich berufen fühlt, eingeladen eine weibliche Sichtweise zu präsentieren! Einen Bezug zu New Media, Below the line und/oder Above the line ist herzlich willkommen – ich bin gespannt!

Nicht mehr ganz so fit wie früher

Schon fertig. Mit dem hiesigen Beitrag, mit der Welt. Die Kommunikation ist schnelllebiger geworden, manchmal etwas oberflächlicher. Und wir mit ihr alt. Unser Beruf (wenn dieser „irgendwas mit Medien“ zu tun hat) und Blogger-Dasein verlangt jedoch nach regelmäßigen Updates. Das Aufspüren von Trends, die Integration von aktuellen Ereignissen und die Weiterentwicklung der eigenen Ideen halten uns fit im Kommunikations-Mix. Da darf man auch mal über die Stränge schlagen, sich niveauvoll gehen lassen und eben eine ganz andere Betrachtungsweise wählen – zum Beispiel in Bezug auf Kommunikationsaspekte beim Junggesellenabschied.

Weit nach Mitternacht wäre noch untertrieben. Welches Jahr haben wir? Mit letzter Kraft den wohl von mir bislang inhaltslosesten Blogpost zu Ende geschrieben. Ich bin Müde. Sehr, sehr Müaaagähn…


Autor: Stefan Schütz /
Foto: Katharina Wieland-Müller / pixelio.de

Comments
  1. Der Vergleich ist super 😀 ich war noch nie auf einem Junggesellinnenabschied (zum Glück nicht leider) sonst würde ich den Gegenbeitrag schreiben und mit Begriffen wie Roadmap, KVAs und Pampering um mich schmeißen.

    • Hallo Ines,

      ich halte dir den Platz frei bis zu deinem ersten Junggesellinnenabschied, denn noch hat sich keine Bloggerin gemeldet und ich fände den Ansatz „Roadmap, KVAs und Pampering“ spannend 😉

      VG
      Stefan

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