Langweilige Erfolgsfaktoren

Was machen gute Blogartikel aus?

Was machen gute Blogartikel aus?

Ich mag keine Obstkuchen mit Schlag und bin kein Freund von reißerischen Aufmachern. Aber ich mag die Erzählungen von „Tausendundeiner Nacht“ und schreibe gerne Blogposts. Darum möchte ich dem Aufruf zur Blogparade „Was macht richtig gute Blogartikel aus?“ folgen und meinen Senf dazugeben:

Seit knapp einem halben Jahr befeuer ich meinen Blog PR-Stunt regelmäßig mit Beiträgen zu Public Relations, Marketing und Social Media. Natürlich beziehen sich die Inhalte auf das, was meinen Beruf ausmacht, was meine Interessen widerspiegelt, was mein Umfeld beschäftigt. Eine Nische habe ich mit der Themenwahl wohl kaum entdeckt. Jedoch macht mir das Schreiben unheimlich viel Spaß und ich freue mich über jegliche Resonanz! Meiner Meinung nach ist Leidenschaft die wichtigste Eigenschaft für gute Blogartikel. Sämtliche Kommentare, Shares, Likes, +1, Gedankenaustausche oder Unmutsäußerungen stellen doch bereits einen tollen Erfolg dar…

und ’ne Buddel voll Ruhm. Schon Störtebeker wusste, dass der Norden rockt

Über allem steht jedoch die generelle Aufmachung und Struktur, die Themenvielfalt und natürlich die Optik – kurz: das Design eines Blogs! Gepaart mit einem positiven Image respektive einer hohen Reputation, werden auch vermeintlich schlechte oder mittelprächtige Blogartikel für ordentliches Echo sorgen.

Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle nochmals mehr Mut zur dialogischen Kommunikation einfordern. Neben dem individuellen roten (unabdingbaren) Strategieleitfaden werden entsprechende Spielregeln wie Social Media Guidelines, Netiquetten und Techniken zu erlernen sein. Zwei exemplarische Rezensionen gewähren hierzu einen tieferen Einblick für Profis und Laien: “Corporate Blogs” und „Texten fürs Social Web„.

Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn. Kultwerbung aus den 90er Jahren

Unabhängig der Diskussion, ob Blogger nun Journalisten sind oder nicht oder umgekehrt oder beides, gilt nach wie vor eine umfassende Recherche als Basis für jede solide Kommunikation. Steht doch der belastbare Inhalt (Neudeutsch: Content) an bedeutender Stelle. Nicht so viel reden, ohne etwas zu sagen – ein bemerkenswerter Punkt für erfolgreiche Blogposts. Erfahrungsgemäß definiert sich Content über Sorgfalt, Dramaturgie, Authentizität, Realismus und Transparenz.

In gewisser Hinsicht wird auch die Aktualität des Posts sowie der Zeitgeist oder eben der gewählte Zeitpunkt stets eine tragende Rolle einnehmen. Persönliche Empfindlichkeiten oder Probleme sollte man dem jeweiligen Beitrag jedenfalls nicht anmerken. Auch ist die regelmäßige Posting-Rate entscheidend. Es ist schlichtweg unangebracht, sich auf etwaigen Lorbeeren auszuruhen, Kurzatmigkeit an den Tag zu legen oder sogar sich selbst aufzugeben.

Damit ein angestrebter “Killer Blog Post” überhaupt erst entsteht, bedarf es also viel Arbeit. Allein mit einem packenden Thema ist es nicht getan. Ein wirklich guter Blogartikel besteht aus mehreren Elementen.

Fünf gewinnt

Meine zusammenfassende Antwort auf die Frage „Was machen gute Blogartikel aus?“:

  1. Design
  2. Leidenschaft
  3. Reputation
  4. Content
  5. Zeitpunkt

blogpost magnitudes of influence

Da Blogartikel darüber hinaus nicht zu lang sein sollten, erspare ich mir und vor allem den Lesern (die bis zum Ende durchgehalten haben) jegliche Gefühlsausbrüche zu „Cat Content“ sowie „SEO & Co.“ und blende die Musik aus…


Autor: Stefan Schütz / 
Foto: Christiane Heuser pixelio.de

Comments
  1. Ben

    Bei dem Titel musste ich ja etwas schmunzeln – es klingt ja mit „machen“ statt „macht“ genau umgekehrt: Was verändern Blogartikel, was können sie bewegen? 😉

    Die Fünf Punkte finde ich richtig Klasse – nur bei Content stellt sich mir wieder die Frage: Was macht guten Content aus? Der Rest ist ja relativ und kann so stehenbleiben. Aber der Verweis auf den Killer-Blog-Post wiegt das schon sehr auf, sehr hilfreich. Danke!

    Gruß,
    Ben

  2. Stefan Schütz

    Hallo Ben,

    noch gar nicht darüber “nachgedachten”…
    Vielen Dank!

    Gruß
    Stefan

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