Es gehören immer zwei dazu

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Was macht eigentlich einen familienfreundlichen Arbeitgeber aus?

Endlich Wochenende – Zeit für die Familie! Wobei die Arbeitnehmer derzeit mit zahlreichen Feier- und Brückentagen keinen Grund zur Klage hätten. Die Organisation bleibt, Urlaube und Ferien erschweren diese zusätzlich – Krankheiten hatte ich auch noch nicht erwähnt… [sorry, der Vollständigkeit halber]

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt für mich persönlich, aber auch für die meisten der berufstätigen Eltern zunehmend eine bedeutende Rolle. Das kann ich mit keiner Statistik belegen, doch bin ich mit meiner rein subjektiven Wahrnehmung sicher nicht allein unterwegs. Mütter möchten selbstredend zurück in den Beruf, Männer haben die Elternzeit für sich entdeckt. Individuelle Arbeitsmodelle und veränderte Gesellschaftsdenke sind zu prägenden Faktoren bei der Auswahl respektive Ausführung des eigenen Jobs geworden. Ferner ist eine deutliche Divergenz bei der Wichtigkeit zu erkennen, welcher Arbeit oder eben Freizeit beigemessen wird.

Es gehören immer zwei dazu – mindestens

Ich befinde mich in der glücklichen Situation, die Arbeitszeit recht flexibel gestalten und an die eigenen Familiengepflogenheiten anpassen zu dürfen. Wirklich eine schöne Sache! Allerdings kann ich dies nicht alleine schultern. Spätestens jetzt kommt meine Freundin und wiederum deren Arbeitgeber zum Tragen. Kurz: auch hier haben wir mehr als Glück, nämlich Verständnis, Toleranz und Unterstützung erfahren. Denn bei einer gleichberechtigten Partnerschaft gehören immer zwei dazu… [sorry, der Vollständigkeit halber]

Als Vater eines 2,5-jährigen Sohnes muss ich mich (noch) nicht ausgiebig mit ausreichend KiTa-, Kindergarten- und Schulfreundlichkeit hinsichtlich der Arbeitszeit auseinandersetzen. Bei mir ist es eher die Flexibilität der Kinderfrau oder des Tagesvaters. Dennoch sind Kinder – wie soll ich sagen? (natürlich liebenswert) – unberechenbar!

So folge ich gerne dem Aufruf zur Blogparade von comspace zum Thema „Was macht einen familienfreundlichen Arbeitgeber aus?„. Einige der Fragen, die im Rahmen der Blogparade aufgeworfen wurden, sind bereits beantwortet. Andere möchte ich mit den entlockten Worten meines Chefs entgegnen:

Bis auf wenige Ausnahmen hat die gesamte Belegschaft Kinder – war eigentlich kein Einstellungskriterium, aber das fällt mir in diesem Moment nochmals auf! Da viele Mitarbeiter schon mehrere Jahrzehnte bei uns tätig sind, bin ich quasi mit deren Kinder(Krankheiten) aufgewachsen. Kurzfristige Änderungen der Arbeitszeiten und spontane Abholungsmanöver sind auch dank der tollen Unterstützung von den KollegInnen bislang immer möglich gemacht worden. Ein Novum war allerdings die Elternzeit von Stefan Schütz [also deine]: das ein Vater sich die mehrmonatige Auszeit nimmt, war für mich neu. Aber ich war direkt von dieser Idee angetan und habe den stolzen Papa gerne unterstützt.

Frank Schiementz, Geschäftsführer von AkZ Media

Klingt komisch, ist aber so – mindestens

Immer mehr Unternehmen folgen dem Trend beziehungsweise den steigenden Ansprüchen und ziehen klarere Grenzen. Bei BMW wurde beispielsweise mit dem Betriebsrat eine Regelung getroffen, die die Vorteile flexibler Arbeit erhalten und zugleich die Vereinbarkeit mit dem Privatleben verbessern soll. So wurde unter anderem ein “Recht auf Unerreichbarkeit” nach Feierabend verankert.

Blicken wir nochmals ins Ausland. Als Nordlicht konnte ich nicht auf diesen klitzekleinen Seitenhieb verzichten… [sorry, der Vollständigkeit halber]

Wer hätte nicht Lust auf weniger Arbeit und mehr Freizeit bei vollem Lohnausgleich? Na, dann ab nach Schweden! Dort wird das Modell bereits praktiziert. Zwei Stunden weniger Arbeit am Tag –  mittels eines Pilotprojekts in Göteborg soll herausgefunden werden, mit welchen Vor- und eventuellen Nachteilen das Vorhaben behaftet ist.

Am 11. Mai ist Muttertag – mindestens

Anlässlich des bevorstehenden Muttertags hat eine Agentur aus Boston für einen Grußkartenhersteller folgende Bewerbungsaktion initiiert:

Ein harter Job, vermutlich der härteste der Welt! In diesem Sinne gebt fein acht, ich hab‘ euch etwas mitgebracht…


Autor: Stefan Schütz / 
Foto: S. Hofschläger / pixelio.de

Comments
  1. Der Vollständigkeit halber hier noch der Link zur Zusammenfassung der Blogparade und zum E-Book: http://bit.ly/1zLO7RJ

    Herzlichen Dank für die zahlreichen Erwähnungen!
    Stefan

  2. Hallo Stefan,
    schöner Beitrag. Das ist der wichtigste Satz „Es gehören immer zwei dazu – mindestens“, nämlich beide Elternteile und andere Bezugs- und Betreuungspersonen.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      danke schön! Deine Worte klingen ebenfalls nach Erfahrungswerten oder wertvollen (da positiven) Erfahrungen…

      LG
      Stefan

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