Gründe, Ziele und Strategie pro Social Media Marketing

Social Media Marketing für Unternehmen

Social Media Marketing für Unternehmen

Gründe, Ziele und Strategie pro Feldarbeit

Ganz ehrlich: Ich hätte es nicht für möglich (um nicht nötig zu sagen) gehalten, dass ich solch einen Beitrag schreibe. Anno 2017. Alle Welt spricht von Bots, Programmatic und Stories. Und ich komme mit einem vermeintlichen Grundlagen-Beitrag zu Social Media Marketing um die Ecke. Aber meine Erfahrungen als Unternehmensberater und Kommunikator haben mich eines Besseren belehrt. Es zählt nicht, was du und ich für normal erachten. Was wir glauben zu wissen, was die Leute da draußen wollen. Sondern einzig der Stakeholder himself.

Warum Unternehmen und Entscheider umdenken

Um im Duktus des zuvor genannten Zwischentitels zu bleiben – umdenken müssen! Denn grundsätzlich sollte sich jedes Unternehmen mit dem Thema Social Media Marketing befassen. Dem ist aber nicht so. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen erwecken den Eindruck, die digitale Transformation auszusitzen. Sie verschenken großes Potenzial und noch viel schlimmer: gehen mit der eigenen Wahrnehmung und Existenz fahrlässig um.

Social Media Marketing (kurz: SMM) umfasst eine Strategie, mit der Organisationen digitale Medien als interdisziplinären Ansatz zur Erreichung organisatorischer Ziele einsetzen. Hierdurch entstehen nutzenstiftende Werte für die Stakeholder im Rahmen einer ganzheitlichen Kommunikation. Also Erfahrungen, Meinungen, Eindrücke und Informationen für einen offenen Dialog. Eine kontinuierliche Entwicklung von Image, Bekanntheit und Kundenbindung ist die Folge. Häufig adressierte Stakeholder-Gruppen sind Kunden, Mitarbeiter, Influencer oder die Öffentlichkeit.

Der schnelle und vor allem erfolgreiche Vormarsch der Social Media hat unseren privaten Alltag sowie das Verhalten von Unternehmen verändert. Heutzutage ist es für Konsumenten und Marken gleichermaßen easy, miteinander in den Dialog zu treten. Mal mehr und weniger konstruktiv. Der direkte Kontakt ist ein wesentlicher Grund für das zwingend notwendige Umdenken der Unternehmen. Allein durch diese Entwicklung müssen potenzielle Kunden stärker in die Kommunikationsprozesse involviert werden. Eine einseitige Steuerung und Streuung des Content ist schier unmöglich.

Lesetipps: Ich habe mich hier im Blog zur ausufernden Meinungsmache in den Social Media geäußert. Hier sind für dich zwei Beispiele, um etwaige Risiken zur Bespielung deiner Kanäle herausfiltern. „Hetze und Hass in Social Networks meets Wissen und Witz“ sowie „Social Media in Zeiten des digitalen Wandels – warum ‚social‘ nicht ‚sozial‘ heißt“.

Es ist wichtig herauszufinden, inwiefern die definierte Zielgruppe oder Persona Foren, Corporate Blogs, Social Networks, Wikis, Messenger oder sonstige Portale nutzt. Ob die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen in den Social Media eine Rolle spielen respektive relevant sind.

Infographics Benefits of Social Media Marketing (Stefan Schütz / PR Stunt)

Warum Social Media Marketing wichtig ist

Im Grunde ziehen sie sich wie ein roter Faden durch mein Berufsleben: unterschiedliche Visionen, erfrischende Aha-Effekte und tiefsitzende Nadelstiche. So gab es in der Vergangenheit beratungsresidente und mutige Kunden. Begegneten mir innovative Ansätze und langweilige Geschichten gepaart mit Durchhalteparolen und Macher-Mentalitäten.

Vereint, verdichtet oder vernichtet. Die meisten der zuvor beschriebenen Situationen und Diskussionen mit Kunden scheitern durch deren Umgang mit Social Media Marketing. Eigene Interessen standen im Vordergrund und im Weg. Der Rezipient, die Entwicklung der Customer Journey und das Miteinander wurden vernachlässigt. Die Wertschätzung für Aufmerksamkeit außer Acht gelassen.

Es gibt 1000 gute Gründe für Unternehmen, sich diesem Teilbereich der digitalen Kommunikation zu öffnen. Wenn du es bislang nicht getan hast, wird es Zeit. Fehlten dir bislang die Argumente, helfe ich aus.

Warum sind wir eigentlich noch auf Facebook? Ich dachte, dieses ‚Social Media‘ war die Kampagne von letztem Monat?
(Quelle: Geschichten aus der Hölle)

Aus gegebenem Anlass betone ich, dass Facebook in keiner Weise mit Social Media gleichzusetzen ist. Dieses Gerücht hält sich seit Bestehen des blauen Riesen hartnäckig. Und kommt mir in Beratungsgesprächen tatsächlich unter. Der Vielfältigkeit von Social Networks, Messenger und sonstigen Online-Plattformen ungeachtet, bleibt Facebook mit Instagram Brancheprimus. Aus rein monetären Gesichtspunkten somit fortwährend in Betracht. Doch gibt es daneben mit Sicherheit ein anderes passendes Medium für dich und dein Unternehmen.

Social Media Marketing für Unternehmen

Darüber hinaus habe ich mich sowohl bei der Infografik als auch in den folgenden Ausführungen gegen weit verbreitete Meinung gewehrt. Zum einen wird vielerorts suggeriert, dass mit Social Media Marketing automatisch eine Kostenreduktion hinsichtlich sämtlicher Marketing-Maßnahmen einhergeht. Zum anderen wird den Unternehmen eingeredet, dass jeder dahergelaufene Praktikant [sorry Volks!] einen Content-Plan adäquat befüllen kann. Mit geringem Aufwand zu großer Reichweite. Da mache ich nicht mit, weshalb du hierzu keine weiteren Pros erwarten darfst.

5 Gründe pro Social Media Marketing

  1. Alles für den Club
    Social Media Marketing hilft Unternehmen eine Community aufzubauen. Begeisterte Kunden und angefixte Interessenten dienen als Multiplikatoren. Content mit Mehrwert sorgt für ein kontinuierliches Wachstum der Fan-Base. Gegenüber klassischer Online-Werbung ist die Wirkung nachhaltiger.
  2. Spieglein, Spieglein
    Die integrierten Statistik-Tools der Plattformen sind selbsterklärend. Mit wenigen Klicks sind die angezeigten Ergebnisse in die bevorstehende Präsentation für die Chefetage integriert. Eine solche Analyse offenbart den Erfolg des angewandten Social Media Marketings und sensibilisiert die Unternehmen für die Ansprüche der Kunden. Der selbstkritische Umgang mit den generierten Daten ist lehrreich und erdet.
  3. Ratenfänger von Hameln
    Mit einer transparenten Kommunikation sowie einem positiv behafteten Auftreten in den Social Media, unterstützt das Marketing ferner das Recruiting. Bei der Arbeitgeber-Wahl durchstöbern interessierte Bewerber das Internet. Unternehmen bietet das Social Media Marketing die Möglichkeit, authentische Inhalte und tiefe Einblicke in ihre Arbeitswelt zu liefern. Sich somit vom Wettbewerb abzugrenzen.
  4. Gekommen, um zu bleiben
    Das Nutzerverhalten hat sich verändert. Vieles läuft mobil ab, nahezu alles andere digital. Eine Präsenz in den gängigen Networks, responsive Websites oder Landingpages sowie das Aufgreifen von Social Media Trends zeugt von Verständnis für die Materie und Mut. Durch eine rege Teilnahme positioniert sich das Unternehmen als Ideengeber, Impulsgeber und Innovator. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Gehst du mit uns oder bleibst du stehen?
  5. Schau mir in die Augen, Kleines
    Proaktives Social Media Marketing schafft einen Rahmen und ermöglicht eine strukturelle und prozessoptimierte Herangehensweise bei der Bespielung einzelner Kanäle. Die Unternehmen pushen respektive „pullen“ sich zur Höchstform. Ein Plan, der vorhanden ist und funktioniert, ist nicht allein bei John Hannibal Smith beliebt. Vielmehr wird ein übergreifendes Change Management greifbar.

Wie sich Unternehmen in den Social Media einbringen

Täglich verbringen Millionen Menschen ihre Zeit in den Social Media. Sie kaufen online ein, nutzen das Internet als Informationsquelle oder teilen sich ihrem Umfeld via Messenger-Dienste oder Videoportalen mit. Diesen Umstand machen sich Unternehmen zunehmend zunutze.

Lesetipps: Zum Start deiner Aktivitäten helfen die „10 goldenen Social Media Regeln“ von Dajana Hoffmann. Wenn es darum geht, „Content-Ideen über Social Media zu generieren“, dann empfehle ich dir den Gastbeitrag von Keyvan Haghighat im blog:onlinemarketing. Zur allgemeinen „Zielsetzung im Social Media Marketing“ hat Julia Glaubitz im Blog von Gero Pflüger einen schönen Artikel geschrieben.

Überambitionierter Aktionismus hilft jedoch nicht. Vielmehr gilt es, eine umfassende Strategie für seine Social Media Aktivitäten festzulegen. Messbare Ziele zu definieren, relevante Touchpoints ausfindig zu machen und Mehrwert zu generieren.

Das klingt nicht banal und ist es nicht. Sollte wiederum unerfahrene Unternehmen hinsichtlich ihrer Social Media Marketing Aktivitäten nicht abschrecken. Ich kann dich ermutigen, eigene Erfahrungen zu sammeln und dich tiefer mit dieser Thematik zu beschäftigen.

Dabei hilft der Besuch einer Brachen-Veranstaltung, eine Recherche in der Suchmaschine deines Vertrauens oder ein Blick über den Tellerrand und zum Wettbewerber. Zudem ist die Beauftragung Dritter eine Option. Agenturen wie Suchhelden kennen sich im gesamten Bereich des Online-Marketings bestens aus.

Add-on: Marco Linke widmet sich im nachfolgenden Video-Tutorial dem Thema Social Media Planung als Teil des Online-Marketings. Er hat sich das Tool „Social Pilot“ näher angeschaut.

Weshalb Social Media Marketing einen wichtigen Stellenwert hat

Ich konnte hoffentlich aufzeigen, dass Social Media Marketing in einzelnen Bereichen wertvoll ist und im Kommunikationsmix jedweder Unternehmung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Die Inhalte müssen individuell an das Zielpublikum angepasst und kompatibel gemacht werden. Immer vorausgesetzt, dass die Social Media beziehungsweise digitalen Kanäle ohnehin eine bedeutende Rolle innerhalb der Unternehmenskommunikation innehaben.

Der letzte Link ist gesponsert. Sämtliche Inhalte dieses Blogposts entstammen aus eigenen Überlegungen, Recherchen und Beweggründen. Es gibt keinerlei Einfluss auf meine unabhängige Meinung als Privatperson und Blogger.

Autor: Stefan Schütz /
Foto: Jorma Bork / pixelio.de

Comments
  1. Monika Burgstall

    Ein sehr interessanter Artikel Herr Schütz! Durch den Artikel wird klar wie nützlich gut geplantes Social-Media-Marketing für ein Unternehmen sein kann.

    Besonders wichtig ist eine richtige Strategie in meinen Augen jedoch bei z.B. Startups, da diese häufig an Hürden des Marketings scheitern oder lange zur Überwindung brauchen.

    Einen effektiven Service hierfür bieten Unternehmen wie die Index Agentur:
    https://agentur.index.de/pr-public-relations/online-pr/

    Ich hoffe bald wieder einen Artikel von Ihnen zu lesen.

    MfG Monika

  2. Kleinere Unternehmen stellen natürlich auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung an und hier wird insbesondere der Vergleich mit den Werbemöglichkeiten in den „alten Medien“ herangezogen. Dabei gewinnen, alleine schon was die Kosteneffizienz betrifft, die neuen Medien. Dies sickert langsam aber sicher auch durch.

    • Hallo Michael,

      ich halte nicht viel von der Unterscheidung zwischen „alten und neuen Medien“ – soweit sollten die Unternehmen mittlerweile sein. Auch die Bewertung via, leider noch immer weit verbreiteten Medienäquivalenzwerten, ist aus meiner Sicht längst überholt!

      Beste Grüße
      Stefan

Dein Kommentar