Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Nutzen von Barcamps

Nutzen von Barcamps

Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Vermutlich habe ich mit der Head- und Subheadline schon gegen diverse Regeln der Einleitung, Ansprache oder whatever verstoßen. Jetzt nicht gleich weglaufen! Denn es ist manchmal notwendig, andere („Un“)Wege zu gehen. So ist es beispielsweise unabdingbar eine „Un“konferenz zu besuchen. „Un“verständlich? Fangen wir von vorne an…

Ein Barcamp (oder eben auch Unkonferenz) ist per Definition eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz, die aus dem Bedürfnis heraus entstanden ist, dass sich Gleichgesinnte in einer entspannten Atmosphäre austauschen und an offenen Workshops partizipieren wollen. Die Inhalte und der Ablauf werden von den Teilnehmern jedes Mal zu Beginn der Tagung eigenständig entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet. Jeder, der etwas beizutragen hat oder sich in irgendeiner Form einbringen kann, ist willkommen und dazu angehalten mitzumachen.

Eine äußerst vielschichtige Veranstaltung also mit Diskussionen, Präsentationen und Interaktionen der Teilnehmer – die letztendlich von der Beteiligung aller letztgenannter lebt. Demnach dienen Barcamps dem allgemeinen inhaltlichen Austausch und kreativen Input. Eine schöne Plattform für Selbstkritik und Replikation. Der Name ist by the way eine Anspielung auf eine von Tim O’Reilly, Verlagsgründer und Softwareentwickler, initiierte Veranstaltungsreihe namens FooCamp, bei der ausgewählte Personen (Friends of O’Reilly) sich zum Ideenaustausch und zur Übernachtung (Camping) trafen.

„Un“spektakulär? Mitnichten!

Durch das kompakte und intensive Format der sogenannten Sessions, die aus einem Vortrag, einer Ideenskizze oder einfach nur aus einer Frage an die Zuhörer bestehen können, gibt es in aller Regel eine hohe Lernkurve auf ganz unterschiedlichen Gebieten. Hinzu kommt ein großes Vernetzungspotential. Nirgendwo anders kommt man in vertrauter sowie aufgrund der übersichtlichen Teilnehmeranzahl (meistens bis zu 100 Personen) nahezu intimer Atmosphäre so gut ins Gespräch und stößt auf neue Impulse und Kontakte.

Im Fokus eines jeden Barcamps stehen das Teilen und Vermitteln von Wissen und Erfahrungen. Sämtliche Fragestellung zu einem bestimmten Thema können kollektiv erörtert und im besten Falle auf den richtigen Weg gebracht werden. Mach mit!

Genau dieser Aufruf hat mich dazu animiert, an der Blogparade „Nutzen von Barcamps“ teilzunehmen und die drei folgenden Fragen prägnant sowie nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten:

Welches Barcamp war für Dich das nützlichste?

Schon gut, es gab nur eins! Völlig unerwartet bin ich an die Tickets zu meinem ersten Barcamp gekommen: Ein befreundeter Kollege war leider verhindert, so dass ich glücklicherweise seinen Platz einnehmen durfte. So kam ich für zwei Tage in den Genuss des KrisenPRCamps in Köln. Es war das erste Barcamp rund um Kommunikationskrisen und Kommunikation in der Krise. Meins auch und somit das nützlichste.

Welche Session hat Dir bisher am meisten geholfen?

Was heißt geholfen? Am meisten gelacht habe ich bei einer Session, in der eine Teilnehmerin vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine schöne Geschichte erzählte: in Anlehnung an das britische Fernseh-Format “Dead Set” wurde sie einst stellvertretend gebeten, bei ZDFneo ein Statement zur möglichen Epidemie-Ausbreitung via Zombies abzugeben. Leider (und aus mir unerklärlichen Gründen) hat weder die Horror-Miniserie noch das entsprechende Interview größere Beachtung gefunden.

Auf welches Barcamp gehst Du als nächstes?

Die Auswahl ist groß. Nicht immer verbirgt sich jedoch hinter einem vermeintlich spannenden Thema auch das nutzbringendste Teilnehmerfeld. Es gilt somit abzuwägen zwischen Reisestrapazen und Mehrwert. Vermutlich it’s a no-win situation… Stop! Warum auf einmal so negativ? Ganz ehrlich: ich weiß es schlichtweg noch nicht 😉

Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen
die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
Geblendet vom Szenario, erkennt man nicht
die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht. Freundeskreis

Ich beende diesen Blogpost mit der traditionellen Vorstellungsrunde auf Barcamps: Meine drei Hashtags sind #lebenslanggruenweiss, #whynot und #Feierabend!


Autor: Stefan Schütz /
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Dein Kommentar


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.