Mein Haus - Mein Auto - Mein Blog

Mein Haus – Mein Auto – Mein Blog

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Familienplanung ist ein Arschloch-Wort

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe gar kein Haus. Eigentlich kann ich nicht mal ein Home Office mein Eigen nennen. Und vom gemeinschaftlichen Auto gehören mir maximal die Winterreifen – dank der Investition in die letzte Inspektion vielleicht noch das gewechselte Öl, ein halber Scheibenwischer und irgendein Kabel. Aber ein Blog gibt es wirklich. Dort bin ich Blogger, dort darf ich’s sein! Fast immer. Denn es gibt da einen für mich über alles stehenden Faktor: meine Familie.

The up and Takeways
Mit diesem Artikel

  • nehme ich Bezug auf gleich zwei Blogparden.
  • erzähle ich von meinem Alltag als Blogger.
  • huldige ich abermals meine Familie.
Von Diskriminierung und Sexismus

Den hiesigen Blogpost schreibe ich also aus der Sicht eines Vaters und Bloggers. Also einem bloggenden Vater eines dreieinhalb-jährigen Sohnes. Letztgenannter ist mein ganzer Stolz, bereits nach 28 Wochen zur Welt gekommen und labert wie sein Papa 😉

Wieder steht ein langes Wochenende bevor. Großartig, mehr Zeit für die Familie! Wobei ich als Arbeitnehmer derzeit mit zahlreichen Feier- und Brückentagen keinen Grund zum Klagen hätte. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt für mich persönlich und wohl für die meisten der berufstätigen Eltern jedoch zunehmend eine entscheidende Rolle bei der Jobwahl.

Diese Zeilen hatte ich so oder so ähnlich vor genau einem Jahr geschrieben. Vor kurzem habe ich aber den Arbeitgeber gewechselt – die Work-Life-Balance war bei dieser Herzensangelegenheit nie ein Thema. Natürlich wurde der Familienrat befragt, der sofort zustimmend reagierte. Kerninhalte der damals getätigten Aussage bleiben ja auch bestehen. Ohne die Unterstützung und das Verständnis für meine zweite Leidenschaft – das Bloggen – wäre der Spagat, die Planung, das Ganze überhaupt nicht möglich…

Der Alltag von berufstätigen Müttern ist dreigeteilt: Familie, Job, Haushalt. […] Wenn du Mutter und berufstätig bist, weißt du, wie schwierig es oft ist, allem gerecht zu werden. Birgit Geistbeck

Nicht gerade einladende Worte, für mich als Vater. Andererseits hey, es ist bald Muttertag. Vergessen wir einfach die unterschwellig diskriminierende Wortwahl und kommen zurück zum Ursprung. Zu meiner Interpretation der Blogparade „Tipps zur Vereinfachung des Familienalltags„. Erneut aus Sicht eines… ihr wisst schon bla.

Tipps

  1. Häufig wird der Alltag durch Unwägbarkeiten durcheinander gewirbelt. Im wahrsten Wortsinn könnte man im übertragenen Sinne von Krisen-PR sprechen oder schlichtweg für die Einhaltung der geschaffenen Routinen plädieren. Haltet euch diszipliniert und doch flexibel an die selbstgestellten Regeln.
  2. Nine to Five oder 9 to 5 und 24/7 oder twentyfourseven sind lediglich zwei Extreme, die in keiner Weise die alltägliche Wirklichkeit adäquat abbilden. Es besteht die Möglichkeit, zumindest ein wenig entgegenzuwirken. Schafft euch feste Zeiten für die Familie und für andere Dinge.
  3. Das Ziel vor Augen und die Strategie im Blick. Wollen wir doch schließlich alle nur das Beste für unsere Kinder. Diesmal mag der Vergleich ordentlich hinken. Versucht euch nicht zu stressen und kleine Ziele zu setzen.
Die Familie sucht man sich nicht aus

Mütter möchten selbstverständlich zurück in den Beruf, Männer haben die Elternzeit für sich entdeckt. Individuelle Arbeitsmodelle und veränderte Gesellschaftsdenke sind zu weiteren prägenden Faktoren bei der Auswahl respektive Ausführung des eigenen Jobs geworden. Bis dahin denkt man nicht allzu viel über die Schwierigkeiten bei der späteren Planung von Großeinkäufen, Kita-Plätzen oder Übernachtungsmöglichkeiten nach. Alle sind happy, alle sind glücklich, alle sind froh.

Nehmen wir die gute Stimmung für einen Augenblick mit. Denn die Herausforderungen kommen früh genug. Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen. WTF! Überhaupt die Familie durchtakten und in ein Gefüge pressen zu wollen, ist schier unmöglich. Darum sind Fragen zur Familienplanung eher rhetorischer Natur. Dienen sie doch nicht dem Informationsgewinn, sondern sind sprachliche Mittel der Beeinflussung. Darum spricht Kerstin Neumann mit ihrem Aufruf zur Blogparade „#Planänderung“ nicht nur ihre Gedanken wunderbar aus, sondern ferner mir aus der Seele.

Wir sollten uns einfach glücklich schätzen. Ich bin als Vater eines Frühchens umso froher, so überaus dankbar und erstaunt ob der Normalität nach all den durchlebten Ängsten. Es gibt da draußen unzählige Paare, die ihren Kinderwunsch aus unterschiedlichsten Gründen nicht erfüllen können oder vielleicht nicht so viel Glück hatten. Fragen nach der Planung, nach der Familienplanung sind dämlich und unsensibel.

Um den Kreis zu schließen und die vorherigen „Good Vibrations“ abermals aufzugreifen, schlage ich einen Bogen von der Familienplanung zur Karriereplanung. Nina Diercks hat einen großartigen Rant zu diesem Thema vom Stapel gelassen, den ich wärmstens empfehlen möchte:

Ihr seid gerade dabei, Euer Leben aufzubauen und denkt vielleicht an Kinder? Lieber nicht, ihr könntet es noch nicht perfekt vorbereitet haben! Ihr habt einen Alltag, der aus spannender, erfüllender Arbeit, Weinabenden mit Freunden, der Vorbereitung für den Halbmarathon und dann und wann einem Kurztrip zur Entspannung besteht? Mit Kindern ist das alles vorbei! Ihr habt gar eine Karriere und verwirklicht Euch beruflich? Das ist für Menschen, die Ihr Leben nicht der Firma schenken möchten, leider nicht möglich!

Lehnen wir uns doch lieber zurück, genießen die schönen Momente des Lebens, vertrauen auf den Zuspruch und vereinen Nützliches mit Spaß. In meinem Fall heißt das Danksagung und Bloggen und eventuell noch Fußball 😉 Meinen Glauben an die [Quellen]Bibel habe ich längst verlorenbleiben noch die Planung respektive ein Plan

Jetzt wird getanzt – ein schönes 1. Mai-Wochenende wünsche ich!


Autor: Stefan Schütz /
Foto: Martin Berk / pixelio.de

Comments
  1. Hallo Stefan,
    ist ja originell gemacht, sich von 2 Blogparaden inspirieren zu lassen und einen Artikel daraus zu machen. Dein Tipp für den Familienalltag ist dann Deine Familie, die Dich bei allem unterstützt. Ansonsten muss ich aber schon sagen, dass es uns in Deutschland nicht gerade einfach gemacht wird, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.
    Viele Grüße und einen schönen Maifeiertag
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      ja, die Zeit war knapp bemessen und die Themen waren sich sehr ähnlich. Alternativ hätte ich vermutlich gar nicht mitgemacht – fallen doch beide Blogparaden nicht unbedingt in die Kategorie „Kommunikation“. So habe ich dennoch versucht, den Bogen zum Bloggen zu schlagen 😉

      Viele Grüße
      Stefan

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