„Crashkurs PR“

So gewinnen Sie alle Medien für sich

So gewinnen Sie alle Medien für sich

Dreht euch nicht um, denn das Sommerloch geht um! So wurde ich durch eine Pressemitteilung auf das Taschenbuch „Crashkurs PR – So gewinnen Sie alle Medien für sich“ von Kai Oppel aufmerksam. Unter normalen Umständen hätte ich wohl eher von einer Bestellung abgesehen. Aber ich hatte gerade Zeit und so kam ich über einen freundlichen Kontakt von einer Münchner PR-Agentur schnell zu meinem Rezensionsexemplar. Der Rest der Geschichte ist schnell gelesen und erzählt: das Buch ist beim Verlag C.H.Beck in der Reihe Beck kompakt erschienen, umfasst 128 Seiten und kann für 6,90 Euro erworben werden.

Da es sich wie soeben erwähnt um ein Taschenbuch aus einer Kompakt-Reihe handelt, sollte man keine tiefgründigen Erläuterungen erwarten. Dafür fehlt schlichtweg der Platz. Aber durch zahlreiche Beispiele, Definitionen und Empfehlungen werden die geschilderten Sachverhalte praxisnah veranschaulicht. Zudem werden die Begrifflichkeiten fast zwangsläufig kurz und prägnant dargelegt. Hilfreiche Tipps und eine Zusammenfassung am Ende eines jeden Kapitels sorgen darüber hinaus für eine äußerst übersichtliche Gliederung.

Als Zielgruppe werden ganz allgemein PR-Schaffende angesprochen, doch sollten die meisten der genannten Kommunikations-Instrumente hoffentlich längst in Fleisch und Blut übergegangen sein. Innovative Aspekte habe ich vermisst, wobei das Handwerk hier im Fokus steht und mit Sachverstand deutlich vermittelt wird. Letztendlich muss sich der Autor dieselbe Frage gefallen lassen, die er mit Blick auf eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit an die Leser richtet: sind die Inhalte wirklich neu, wichtig und interessant?

Oh ja, sie sind es! Zumal im hiesigen Werk klar auf aktuelle Defizite in der PR-Arbeit hingewiesen und jeweils ein individueller Lösungsvorschlag unterbreitet wird. Ein mangelndes Grundverständnis für die veränderten Rahmenbedingungen führt bei den Redakteuren oder Journalisten vielerorts zu einer strikt mechanisch betriebenen Kommunikation. Ohne Rücksicht auf Verluste Inhalte finden immer ähnlichere Pressemitteilungen Verwendung respektive werden diese immer an die gleichen Empfänger versendet.

Dabei ist eine zielgerichtete und effiziente Medienarbeit kein Zufallsprodukt oder Hexenwerk. Primär kommt es bekanntlich auf die Inhalte (Neudeutsch: Content) an. Gutes Storytelling beinhaltet Nachrichtenwertfaktoren wie Aktualität, Kreativität und Authentizität. Wie genau Storytelling für Unternehmen funktionieren kann, fasst Andreas Quinkert in (s)einem Whitepaper wunderbar zusammen!

Wann gibt’s mal wieder richtig PR?

Einsteiger der PR-Branche und Interessierte lernen schrittweise, wie Inhalte konzipiert und Themen gesetzt werden können. Dafür werden gängige Instrumente der Pressearbeit aufgezeigt und ein Bogen zu den Social Media gespannt. In erster Linie Basics – nicht mehr und nicht weniger! Es ist eben doch ein bisschen Sommer(loch)…

Über den Autor

Kai Oppel (Jahrgang 1979) volontierte bei der Saale-Zeitung Bad Kissingen. Während seines Studiums der Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der Universität Erfurt arbeitete er als freiberuflicher Journalist. 2004 wechselte er die Schreibtischseiten. Erst als PR-Referent, später als Pressesprecher. Seit 2009 ist er Mitinhaber der Münchner PR-Agentur scrivo PublicRelations. 2013 gründete er zusammen mit einem weiteren Ex-Journalisten die Online-Plattform Recherchescout, die Journalisten zum Zeitpunkt ihrer Recherche mit PR-Experten zusammenbringt.

Über mich

Stefan Schütz (Jahrgang 1977) zog es vor 16 Jahren zum BWL-Studium ins Rheinland. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln und bei einem mittelständischen Beratungsunternehmen sammelte er erste Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit. Direkt im Anschluss war er als Projekt-, Marketing- und Vertriebsleiter bei einem Planungsbüro, Ingenieurdienstleister und Startup tätig. Seit 2010 leitet er das Beraterteam von AkZ Media und betreut Unternehmen sowie Agenturen bei den Planungen crossmedialer PR- und Marketingkampagnen. Seit knapp zwei Jahren ist er nebenbei als Blogger aktiv.


Autor: Stefan Schütz /
Foto: Olaf Barth / pixelio.de

4 Kommentare zu „Buchrezension: Crashkurs PR“

  1. Stefan, danke für den kurzen und prägnanten Einblick! Auch ich habe schon mehrere gute Meinungen zu dem Büchlein gehört. Werde wohl auch mal reinschauen. (Aktuelle) Grundkenntnisse sind schließlich nie von Nachteil.

    Beste Grüße
    Peter

    1. Hallo Peter,

      das „Büchlein“ wie du es nennst, scheint tatsächlich auch bei einigen Vorlesungen als Basisliteratur auf der Liste zu stehen… solide Grundlage für Einsteiger!

      Viele Grüße
      Stefan

    1. Hallo Evy,

      so oder so ähnlich habe ich jetzt schon mehrere Meinungen zu diesem kleinen und feinen Buch gehört… die Investition ist überschaubar – und wenn „wir“ damit wieder jemanden die PR näher bringen können, umso besser 😉

      Viele Grüße
      Stefan

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