Blogparade zur Schreibblockade

Zeit und Zeitmanagement – bevor es agiles Marketing gab

Zeit und Zeitmanagement –
bevor es agiles Marketing gab

Mangel an Ideen? Alles eine Frage der Zeit!

Die Zeit läuft ab und irgendwie auch gegen mich. Jetzt gibt es die „Blogparade gegen die Schreibblockade“ vom PR-Doktor Kerstin Hoffmann seit sechs Wochen und mich trifft eine knappe Stunde vor Ultimo genau das, worum es hier geht: die Schreibblockade!

Wobei das nicht ganz richtig ist. Eigentlich mangelt es mir nur selten an kreativen Ideen. Diese jedoch dem eigenen Anspruch entsprechend zu Papier zu bringen, ausreichend Zeit dafür zu haben (sich dafür zu nehmen) und vielleicht das nötige Text-Verständnis an den Tag zu legen – sind meines Erachtens die eigentlichen Probleme, die es zu bewältigen gilt.

beginnen soll vs. beginnen kann

Vor mehr als einem Jahr habe ich meinen ersten Text „veröffentlicht“ und zumindest Blut geleckt. So habe ich mir damals strebsam darüber Gedanken gemacht, wie und wann ich mit dem regelmäßigen Schreiben beginnen soll. Kurze Zeit später stellte sich heraus, es hätte „beginnen kann“ heißen müssen.

Denn für mich bleibt der Faktor Zeit der entscheidende! Bislang habe ich mich für einen guten Redner gehalten. Sprechen kann ich ganz ordentlich, zudem schnell und bisweilen unbedacht – geschenkt, nennen wir es ehrlich und frei heraus. Aber Schreiben?

Die Ruhe zu haben, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und selbige niederzulegen? An sich selber zu denken und das zu tun, worauf man Lust hat? Bei der Zeitansage wegzuhören und einfach mal loszulegen? Zeitlos leben ohne aus dem Rahmen zu fallen? Natürlich!

Diese Fragen – getarnt als vermeintlichen Tipps gegen die Schreibblockade – können vermutlich nur bei Non-Profit-Bloggern einen positiven Impuls auslösen. Ich vermag mir einen Zugzwang jedenfalls nicht auszudenken und habe gut reden.

Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei mir zwei Arten von Zeitmanagement im weitesten Sinne [durchaus positive] Wirkung hinterlassen:

  1. Leistungsdruck: Bei der Abgabe der Diplomarbeit, bei ad hoc Anfragen von Kunden, bei der Einreichung von Pitchunterlagen, bei dringlichen Bitten meines Chefs, bei Redaktionsschlüssen von Blogparaden – bislang konnte ich immer eine Lösung präsentieren.
  2. Wohlfühlfaktor: Bei einem Feierabendbier, bei Gesprächen unter Gleichgesinnten, bei einem warmen Duschbad, bei einem Toilettenbesuch, bei einer Genusszigarette, bei privaten Lebenslagen – häufig führen die dahintersteckenden Gebräuche zu einer Idee.

Exkurs beendet. Der Anfang für das eigene Blog, für das Schreiben war also gemacht. Der Grundstein gelegt. Eingebungen kämen von ganz allein. Meine Begeisterung für Social Media und Public Relations, ein tolles und belastbares Netzwerk sowie einige geistreiche Gedankenaustausche sollten darüber hinaus das Vorhaben vorantreiben…

Nachtrag: Seit der Teilnahme an dieser Blogparade vor rund zwei Jahren hat sich bei mir zum Glück einiges geändert. Mittlerweile schreibe ich weitaus mehr als 350 Wörter, habe meinen eigenen Stil entwickelt, gebe ich selber Tipps, kann ich mich über eine feste Leserschaft freuen, bin ich äußert dankbar für jegliches Feedback – also es gibt Rückmeldungen.

Wir alle verändern uns. Alles ist im digitalen Wandel. Dieser Umstand macht auch vor Künstlern nicht halt. Casper hat sich beispielsweise ebenfalls weiterentwickelt. Ich mich beim Bloggen hoffentlich spürbar auch.

So oder so, ich bin bereit! Die Blockade scheint gelöst. Ob es sich im hiesigen Sinne um eine Schreibblockade handelt, lässt sich nicht so einfach beantworten.

Dessen ungeachtet bereiten mir motivierende Worte aus engsten Kreisen, begehrliche Erfolgsstorys bekannter Blogs und ein gesundes Selbstbewusstsein große Vorfreude auf mein Blog.

Worauf also noch warten? Alles keine Frage der Zeit mehr!

Aus den Teilnehmer-Beiträgen zur Blogparade ist das große eBook „Schreibblockade – Tipps, Strategien und Erfahrungen“ entstanden.

Ganze 86 Beiträge zieren 245 Seiten. Gefüllt mit Erfahrungsberichten, sehr persönlichen Einblicken, witzigen Erlebnissen, wertvollen Checklisten und zahlreichen Profi-Tipps.

Hier geht es zum kostenlosen eBook „Schreibblockade – Tipps, Strategien und Erfahrungen“.


Autor: Stefan Schütz /
Foto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

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